Die sorbisch/wendische Kultur bereichert Cottbus/Chóśebuz und stärkt die Stadt im Wettbewerb der Regionen. Traditionen wie Fastnacht mit Zampern, Osterfeuer, Maibaum-Aufstellen und das Hahnrupfen sind tief in der Niederlausitz verwurzelt und spiegeln den natürlichen Jahreszyklus wider. In Stadtteilen mit dörflichem Charakter, etwa Ströbitz, Saspow oder Skadow, werden diese Bräuche lebendig gehalten. Ein besonderes Ereignis ist der Zapust-Umzug des Niedersorbischen Gymnasiums durch das Stadtzentrum.
Sorbischer-Wendischer Stadtrundgang
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Erstellt: 27.08.2025
Aktualisiert: 27.08.2025
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Vorschau
Der Sorbische/Wendische Rundgang entstand im Schuljahr 2024/25 im Rahmen eines Seminarkurses am Niedersorbischen Gymnasium Cottbus.
Die Vogelhochzeit – ptaškowa swajz´ba
Der aus vorchristlicher Zeit stammende Brauch beruht auf mystische Vorstellungen unserer Vorfahren.
Niedersorbische Fastnacht – Zapust
Das wohl am ausgiebigsten und ausgelassensten gefeierte Fest in der Niederlausitz ist der „Zapust“.
Ostern – Bräuche um das Osterei
Seit altersher gilt das Ei als Symbol für Wachstum und Fruchtbarkeit. Weit verbreitet ist daher auch …
Osterfeuer und -wasser
Ein weit verbreiteter und sehr beliebter Brauch zur Osterzeit ist das Osterfeuer.
Der Maibaum – majski bom
Maibaum und Maizweige mit frischem Grün verkörpern den Wachstumsgeist, der Gesundheit und Fruchtbarkeit bringen soll.
Johannisreiten – Jańske rejtowanje
Das Johannisreiten, auch bekannt als Jańske rejtowanje, ist ein traditionelles Fest, das am 24. Juni in Casel bei Drebkau gefeiert wird.
Erntebräuche
Die Erntebräuche der Sorben/Wenden in der Niederlausitz sind tief in der landwirtschaftlichen Tradition verwurzelt und …
Jänschwalder Bescherkind – Janšojski bog
Der regionale Vorweihnachtsbrauch des Bescherkindes ist in der Niederlausitzer Trachtenregion nur noch in der Gemeinde …
Zum Ursprung der Begriffe „Sorben“ und „Wenden“
Die Bezeichnung „Sorben“ basiert auf der latinisierten Form Surbi bzw. Sorabi, die von der sorbischsprachigen Eigenbezeichnung der Sorben/Wenden als Serbja bzw. Serby herkommt. Wir verdanken sie dem fränkischen Chronisten Fredegar, der im Jahre 631/632 erstmals einen Stamm Surbi nennt.
Der Begriff „Wenden“ geht auf die römischen Geschichtsschreiber Plinius den Älteren und Tacitus sowie den griechischen Geograph Ptolemaios zurück, die alle slawischen Stämme, die im ersten Jahrhundert n. Chr. zwischen den Karpaten und der Ostseeküste auftauchten, als Venedi bezeichneten. Während die Sorben/Wenden in der Oberlausitz in der Mehrheit diesem Begriff heute einem pejorativen (abwertenden) Charakter beimessen und ihn deshalb zur Selbstbezeichnung nicht gebrauchen, verwenden die Niedersorben zu ihrer deutschsprachigen Selbstbezeichnung die Begriffe „Sorben“ und „Wenden“ nebeneinander.
Dabei muss betont werden, dass in der sorbischen/wendischen Eigenbezeichnung diese Unterschiede keine Rolle spielen, da sie hier nur Serb (Substantiv maskulin) bzw. Serbowka (Substantiv feminin) und serbski (Adjektiv maskulin) lautet.
Sorbische/Wendische Institutionen und Medien
Die sorbischen Institutionen in Cottbus sind ein lebendiges Zeugnis des kulturellen Erbes der Sorben in der Niederlausitz.
Pflege der Kultur – Zweisprachigkeit
Die sorbische/wendische Sprache, Kultur und Geschichte werden durch verschiedene Einrichtungen gepflegt und weiterentwickelt.
Spinnstube & Blaudruck
Die sorbische/wendische Kultur ist reich an überlieferten Bräuchen, Liedern und Handwerkstechniken, die bis heute gepflegt werden.
Cottbuser Baumkuchen
Der Cottbuser Baumkuchen ist eine traditionsreiche Spezialität, die bis ins Jahr 1819 zurückreicht.