Sehr geehrter Herr Minister Crumbach,
sehr geehrter Herr Minister Wilke, verehrter Pru00e4sident des Landesverfassungsgerichtes – Markus Mu00f6ller, verehrte Staatssekretu00e4re
sehr geehrte Abgeordnete des Bundes- und des Landtages, sehr geehrte Stadtverordnete,
verehrte Kollegen Landru00e4te Harald Altekru00fcger und Siegurd Heinze, liebe Kolleginnen und Kollegen Bu00fcrgermeister,
sehr geehrte Vorstandsvorsitzende,
liebe Handwerker und Unternehmer,
sehr geehrte Pru00e4sidentinnen und Pru00e4sidenten,
dzien dobry, liebe Freunde aus unserer Partnerstadt Zielona Gu00f3ra,
sehr geehrte Vertreterinnen und Vertreter der Kirchen und Religionsgemeinschaften und der Medien, liebe Cottbuserinnen und Cottbuser hier im Saal und am Livestream,
ich freue mich, dass Sie alle auf verschiedenen Wegen zu uns gefunden haben und hoffe, dass Ihnen der Weg hierher wie auch der in das neue Jahr mu00f6glichst angenehm geebnet worden ist.
Die meisten kennen den Weg hierher nur zu gut. Gleichzeitig wird es in diesem Jahr mein und hoffentlich unser gemeinsamer Anspruch sein, neue Wege fu00fcr alte wie fu00fcr neu auftauchende Herausforderungen zu finden und sie dann zu gehen.
Dafu00fcr wu00fcnsche ich uns allen – von Herzen viel Gesundheit, Glu00fcck, Geduld und Zuversicht sowie vor allem jede Menge Mut und Kraft.
Mein und unser gemeinsamer Weg fu00fcr Cottbus/Chu00f3u015bebuz in der Lausitz soll flankiert sein von Bemu00fchungen um Frieden und Verstu00e4ndigung, von Vernunft und Augenmau00df, von einem harten, aber fairen Diskurs, von aufrechter Streit- und vor allem Fehlerkultur in unserer Gesellschaft und von Regeln, die von uns allen eingehalten werden. Die Bereitschaft zu Veru00e4nderungen, der Wille zu und die Akzeptanz von dann ausgehandelten Kompromissen sind Voraussetzungen um weiterzukommen und die Dinge gemeinsam zu gestalten.
Selbstverstu00e4ndlichkeiten sind nicht mehr selbstverstu00e4ndlich.
Das gilt offensichtlich in der grou00dfen Weltpolitik ebenso wie fu00fcr uns hier in Cottbus/Chu00f3u015bebuz und der Lausitz. Die vermeintlichen Selbstverstu00e4ndlichkeiten mu00fcssen immer wieder neu erarbeitet und finanziert werden. Dafu00fcr brauchen wir aus meiner Sicht viel mehr Mut und viele neue Wege.
Es liegt in der Natur der Sache, dass auf diesen die Gefahr zu stolpern hu00f6her ist als auf den ausgetretenen Pfaden. Wer jedoch die immer gleichen Wege geht, kommt an die immer gleichen Ziele und zu den immer gleichen Ergebnissen. Das heiu00dft fu00fcr mich, dass wir in Deutschland wie in unserer Stadt neben erhofftem Erfolg ebenso eine Kultur des Scheiterns brauchen. Ja, Sie haben richtig gehu00f6rt. Scheitern ist in Deutschland jedoch nicht eingepreist. Wir sollten den Mut belohnen, dass jemand etwas angeht, und nicht das Zaudern hervorheben, mit dem immer wieder erlu00e4utert wird, warum etwas gar nicht funktionieren kann.
Gemeinsam mit Ihnen, der Bu00fcrgerschaft, mit den Stadtverordneten und der Verwaltung werde ich auch 2026 die Dinge entscheiden, die wir hier in eigener Verantwortung bewegen ku00f6nnen und mu00fcssen. Dabei werden es weniger die perfekten Lu00f6sungen sein, die wir finden, sondern wir werden pragmatisch und verantwortungsvoll arbeiten. Auch wenn das auf den ersten Blick unangenehme Folgen fu00fcr den ein oder anderen haben kann.
Nichts zu tun u2013 aus Angst vor den Folgen ist nicht meine und darf nicht unsere Devise sein. Ich setze dabei auf Partnerschaft mit Bund und Land.
Ich bin es jedoch leid, dass gefu00fchlt so wenig vorangeht, dass wir so eigentu00fcmlich verharren und kaum noch ein Kompromiss oder gar Konsens der politischen Mitte mu00f6glich scheint. Ich denke, dass geht vielen so. Ich bin die Ruck-Reden und Reform-Beschwu00f6rungen leid, denen kaum etwas anderes folgt als Streit und das Aufschieben von Lu00f6sungen. Wir packen nicht mehr an. In Deutschland wird erstmal gefragt, ob man irgendetwas erforschen oder entwickeln darf, statt es einfach zu tun. Und wenn es doch mal jemand wagt, ist beim Misserfolg die Hu00e4me grou00df und der Neid auf einen Erfolg umso gru00f6u00dfer. Statt stolz zu sein, dass da jemand einen neuen Weg gefunden, eingeschlagen und konsequent gegangen ist. Unsere Grundhaltung hemmt jede Entwicklung, jedes Vorankommen. Statt ins Risiko zu gehen sehnen sich zu viele von uns nach einer Vollkasko-Gesellschaft, in der niemand etwas probiert, in der irgendwo ein Rechnungshof lauert oder lauern ku00f6nnte und in der so viele Entscheidungen neuerdings auf Gerichte verlagert werden. Wie heiu00dft es bei uns Sorben und Wenden: Es ist ein weiter Weg zwischen Sagen und Tun.
Ich bin bereit, gemeinsam mit meiner Verwaltung und den Stadtverordneten noch mehr Verantwortung zu tragen. Deshalb bleibt der Appell so wichtig wie aktuell: Gebt den Kommunen ausreichend Geld und lasst uns machen.
Wenn Bu00fcrger in Sachsendorf besseren Lu00e4rmschutz an der und ein abschnittsweises Tempolimit auf der Autobahn fordern, dann brauchen wir mehr als ein Schulterzucken der zustu00e4ndigen Behu00f6rde, mehr als den oft rechthaberisch wirkenden Verweis aus der Ferne auf die Rechtslage.
Wenn Bu00fcrger in Sandow sagen, eine u00fcberdimensionierte Fischaufstiegsanlage zerstu00f6rt unseren Fru00fchlingsgarten, dann darf man in den Amtsstuben nicht beleidigt mit den Fu00fcu00dfen aufstampfen, auf europu00e4ische Richtlinien verweisen und sich Lu00f6sungsmu00f6glichkeiten vor Ort verschlieu00dfen.
Wenn Eltern mehr Sicherheit an und im Umfeld von Schulen und einen konsequenten Umgang mit gewalttu00e4tigen Schu00fclern fordern, dann mu00fcssen wir deutlich schneller reagieren u2013 genau so, wie es uns am vergangenen Freitag im Schulterschluss mit dem Innenministerium, lieber Renu00e9 Wilke, und dem Bildungsministerium dann gelungen ist. Ich bin beiden Ministern und ihren Mitarbeitern und den Elternvertretern und der Lehrerschaft dankbar, dass wir ein Mau00dfnahmepaket auf dem Weg gebracht haben, das ungewu00f6hnlich pragmatisch ist.
In diesem Prozess ist deutlich geworden, dass es mehr braucht als Verweise auf die Grenzen des Schulgesetzes. Der demokratische Rechtsstaat muss sich handlungsfu00e4hig zeigen. Wir ku00f6nnen weder die Gewalt an Schulen hinnehmen noch den Umstand als normal ansehen, dass wir dauerhaft Sicherheitsdienste an Schulen und auf Schulhu00f6fen einsetzen mu00fcssen, um dort bei den Ju00fcngsten die Ordnung und Sicherheit zu gewu00e4hrleisten.
Wir werden endlich besondere Lerngruppen fu00fcr verhaltensauffu00e4llige Kinder, die mehrfach gewalttu00e4tig geworden sind, auu00dferhalb ihrer angestammten Schule einrichten. Das kann an Regelschulen nicht geleistet werden. Nur dadurch ku00f6nnen wir die anderen Kinder sowie die Lehrerschaft konsequent schu00fctzen und unterstu00fctzen.
Ich werde einige dieser auffu00e4lligen Kinder in die Obhut des Staates und somit aus Familien nehmen mu00fcssen. Das ist am Ende zwar die drastischste und teuerste Lu00f6sung, doch die einzige, die wir als Kommune wirksam umsetzen ku00f6nnen und die letztlich allen Kindern in einem Klassenverbund, einer Schule, ja einem Stadtteil dient.
Mir ist wichtig, dass wir die Kinder stu00e4rken, die lernen wollen. Es ist nicht hinnehmbar, wenn Kinder aus Angst vor Gewalt oder Beleidigungen nicht in die Schule gehen wollen. Doch auch die auffu00e4lligen Kinder brauchen gezielte und professionelle Hilfe, nicht zuletzt, um der Schulpflicht nachzukommen. Somit dient das Vorgehen auch zu deren Schutz u2013 eine Herausnahme aus der Familie, aus der Schule, aus den eingeschliffenen sozialen Strukturen.
Und ich bleibe dabei: Unsere Gesellschaft muss sich endlich verstu00e4ndigen, wie sie mit straffu00e4lligen Kindern unter 14 Jahren umgehen will.
Sehr geehrte Damen und Herren,
wir ku00f6nnen uns als Kommune nicht hinstellen und sagen, wir sind nicht zustu00e4ndig. Bei uns stehen die Leute auf der Matte. Und wer wu00fcsste das nicht besser als meine Amtsvorgu00e4nger Waldemar Kleinschmidt und Frank Szymanski, die ich herzlich willkommen heiu00dfe. Von Karin Ru00e4tzel und Holger Kelch darf ich herzlich gru00fcu00dfen.
Mein Bitte an alle Entscheidungstru00e4ger: Es muss Schluss sein damit, dass Verantwortung so lange weitergeschoben wird, bis am Ende die Kommune zustu00e4ndig ist und sich selbst ku00fcmmern muss.
Und wenn ich hu00f6re, dass seien doch kommunale Probleme, die man gern selbst in die Hand nehmen ku00f6nne, dann sage ich: Machen wir! Aber wir bekommen nicht das nu00f6tige Geld fu00fcr die Arbeit, die andere hu00e4tten leisten mu00fcssen. Das funktioniert so nicht. Und dass es so nicht funktioniert, ist mittlerweile sogar in den grou00dfen Stu00e4dten in Bayern, Baden Wu00fcrttemberg oder Sachsen spu00fcrbar.
Oder, ein anderes dru00e4ngendes Thema: Wer ist fu00fcr die Ansiedlung von u00c4rzten zustu00e4ndig? Die KV! Nicht in erster Linie die Stadt Cottbus/Chu00f3u015bebuz; und dennoch haben wir ein Programm mit kommunalen Geld und zusu00e4tzlichen Anreizen fu00fcr mehr niedergelassene u00c4rzte auf den Weg gebracht. Dafu00fcr bin ich den Stadtverordneten und weiteren Partnern sehr dankbar. Das Programm zeigt erste Wirkung. Wir sprechen aktuell mit 10 Bewerberinnen und Bewerbern, die entweder zusu00e4tzliche Kollegen beschu00e4ftigen oder eine Praxis u00fcbernehmen oder aufbauen wollen. Wir brauchen diese konkreten Ansiedlungen fu00fcr eine bessere Versorgung, bevor dann im Laufe des Jahres die ersten Medizinstudenten in unsere Universitu00e4tsstadt kommen.
Gemeinsam mit Bu00fcrgermeistern und Landru00e4ten sowie dem Innenministerium, lieber Herr Minister, ku00e4mpfen wir fu00fcr mehr Kameras im u00f6ffentlichen Raum. Ich will das auch auf dem Treffen der ostdeutschen Oberbu00fcrgermeister im Februar hier in Cottbus/Chu00f3u015bebuz weiter thematisieren. Wir haben alle das gleiche Problem. Hier geht es nicht um u201eBig Brotheru201c, sondern um den Schutz der vernu00fcnftigen Mehrheit vor gewalttu00e4tigen oder entwu00fcrdigenden u00dcbergriffen durch Einzelne. Mehr sichere Orte. Datenschutz ist wichtig, aber in Deutschland treibt er Blu00fcten, die gestutzt gehu00f6ren, wenn er so eklatant gegen das Sicherheitsbedu00fcrfnis der Mehrheit der Bevu00f6lkerung steht.
Hier mu00fcssen die Gesetzgeber sowie die Datenschutzbehu00f6rden endlich Farbe bekennen und unsere kommunalen Erfahrungen aufnehmen. Ich freue mich, dass das jetzt ins Polizeigesetz aufgenommen werden wird.
Ich sage: Schluss mit der Realitu00e4tsverweigerung und ran an die Probleme der Menschen im Alltag.
Hier entscheiden sich Lebensqualitu00e4t, Sicherheitsgefu00fchl und allgemein der wichtige Eindruck, ob der Staat noch fu00fcr die Menschen funktioniert.
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich weiu00df, ganz schu00f6n schwere Kost! Was erwarten wir vor diesem Hintergrund, wenn wir auf das Jahr 2026 schauen?
Es wird, ich will es mal so bezeichnen, ein Jahr des Alltags.
Was nichts anderes heiu00dft als: Wir mu00fcssen die alltu00e4glichen Dinge besser in den Griff bekommen. Wir sind hier als gesamte Stadt gefordert. Wir alle gemeinsam, die wir in dieser Stadt leben, studieren, arbeiten und auch das Leben genieu00dfen wollen. Wir bekommen nichts geschenkt. Und was wir bekommen, haben wir uns hart erarbeitet.
Wir mu00fcssen deutlich vorwu00e4rts kommen. In der Bildung fu00fcr unsere Kinder, fu00fcr ein funktionierenden u00f6ffentlichen Nahverkehr sorgen, Rad- und Gehwege reparieren und fu00fcr vernu00fcnftig ausgestattete Schulen und fu00fcr befahrbare Strau00dfen sorgen, auf denen es keine Geschwindigkeitsbegrenzungen wegen Schlaglu00f6chern geben muss. Finden wir neue Wege, diese Defizite endlich spu00fcrbar anzugehen, ohne weiter – aufwu00e4ndig um Fu00f6rderprogramme und -mittel betteln zu mu00fcssen?
Selbstverstu00e4ndlich verlieren wir die grou00dfen Leuchtturm-Vorhaben nicht aus den Augen. Wir reden von unserem Strukturwandelquartett aus Bahnwerk, von unserer Medizinischen Universitu00e4t Lausitz Carl Thiem, verehrter Dr. Hewer und Vorstandskollegen, von dem Lausitz Science Park inklusive der gemeinsamen Betreibergesellschaft, verehrte BTU-Pru00e4sidentin Prof. Grande, liebe Gesine und von der Stadtentwicklung mit dem Schwerpunkt am und zum Ostsee, liebe Doreen Mohaupt.
Neue Wege entstehen mit dem Net Zero Valley hier in der Lausitz, liebe Christine Herntier, lieber Markus Niggemann, und mit dem zweiten Gleis nach Lu00fcbbenau, das im kommenden Jahr endlich gebaut werden wird.
Cottbus/Chu00f3u015bebuz ist trotz des beklagenswerten Zensusu2018 eine Stadt mit aktuell 100.270 Einwohnern. Und wir wollen wachsen. Wir sollten froh sein u00fcber alle, die guten Willens zu uns kommen und gerade ihnen, wenn nicht gar den roten Teppich ausrollen dann doch mindestens Wege ebnen, damit sie hier gut ankommen und schnellstmu00f6glich ihre Arbeit aufnehmen ku00f6nnen. Ja, ich bleibe dabei, Arbeit ist der beste Weg zur Integration derer, die nach Cottbus/Chu00f3u015bebuz kommen u2013 ganz gleich auf welchem Startlevel.
Die Wohnsitzauflage, die Sie, sehr geehrter Herr Minister, jetzt einfu00fchren, ist dabei ein wichtiges Steuerungsinstrument, um Kommunen und Stadtgesellschaften vor u00dcberlastung zu schu00fctzen.
Arbeit setzt aber in den meisten Fu00e4llen Sprache voraus. Zu Recht wird erwartet, dass Kinder in der Schule oder Erwachsene im Berufsleben vernu00fcnftig und dem Job angemessen auch deutsch sprechen ku00f6nnen. Dafu00fcr mu00fcssen wir die Ressourcen breitstellen. Doch jede Medaille hat zwei Seiten, und da erlaube ich mir die Frage: Sind wir bereit, in dieser nun mal international vernetzten Welt auch nur Englisch, Polnisch oder Sorbisch zu lernen?
Schaden kann uns das nicht. Zumal das fu00fcr die Verstu00e4ndigung mit unseren Partnerstu00e4dten in Zielona Gu00f3ra, lieber Vizepru00e4sident Marek Kaminski, und acht weiteren Kommunen hilfreich und fair wu00e4re.
Liebe Cottbuserinnen und Cottbuser,
wir werden in den kommenden Jahren zur Stadt der Fru00fchaufsteher.
Es werden sich viele zeitweise an neue, lu00e4ngere Wege gewu00f6hnen mu00fcssen. Ich setze stark darauf, dass sich im Umfeld der BTU und an der M.U.L. CT die Kru00e4ne beginnen zu drehen. Baustellen bringen temporu00e4r Frust und Umleitungen, gleichzeitig aber gut bezahlte Arbeit und Verbesserungen fu00fcr die Stadt.
Beide universitu00e4ren Einrichtungen stehen zudem explizit fu00fcr die Internationalitu00e4t unserer Stadt, an der wir gar nicht vorbeikommen, wenn Alltag und Zukunft funktionieren sollen. Das ist die Chance fu00fcr die heimische Wirtschaft.
Junge Leute kommen in die Stadt zu Ausbildung und Studium, sie suchen Wege in ein erfu00fcllendes Leben, sie gru00fcnden hoffentlich hier Familien, ku00fcmmern sich um Kinder, Jobs und Freizeit.
Sie, wie alle Cottbuserinnen und Cottbuser sollen dafu00fcr gute Rahmenbedingungen vorfinden. Und auch wenn Sie die Worte Task Force nicht mehr hu00f6ren ku00f6nnen: Eine selbige hat erste Wege geebnet, dass wir ab 2029 nicht in kalten Wohnungen und Betrieben sitzen mu00fcssen, sondern weiter verlu00e4sslich mit Fernwu00e4rme versorgt werden.
Die Leag, lieber Adi Roesch, bereitet Investitionen in Millionenhu00f6he in unserer Stadt vor, mit deren Hilfe die Versorgung nach dem Aus fu00fcr die Braunkohle und des Abschalten des Kraftwerkes Ju00e4nschwalde sichergestellt wird u2013 und das zu sozial vertru00e4glichen Fernwu00e4rmepreisen. Wir haben dazu, lieber Vlatko Knezevic, die enge Kooperation der Leag mit unseren Stadtwerken jetzt auf den Weg gebracht. Beide sitzen nicht nur symbolisch nebeneinander, und meinen den folgenden Satz ernst.
Die Arbeit in der Task Force macht allen Beteiligten Spau00df!
Ich erwarte das bis Mu00e4rz sowohl ein technisches als auch ein betriebswirtschaftliches Konzept dieser gemeinsamen Arbeit vorliegt. So gelingt eine verlu00e4ssliche Versorgung fu00fcr Bu00fcrger und Unternehmen, bei gleichzeitig wirtschaftlich tragfu00e4higem Fundament fu00fcr beide Gesellschaften.
Einen ebenso neuen Weg schlagen wir gemeinsam mit unserer Sparkasse Spree-Neiu00dfe ein, u2013 und dafu00fcr bin ich dem Vorstand, lieber Ralf Braun, lieber Thomas Heinze, sehr dankbar. Wir vergessen nicht die umfassende Unterstu00fctzung allein 2025 waren das im vergangenen Jahr ca. 550 Vorhaben mit einem Volumen von mehr als 1.7 Millionen Euro. Jetzt reden wir u00fcber zusu00e4tzlich dringend benu00f6tigte Investitionen in jeweils ein soziales Projekt im Landkreis und der Stadt. Auch hier gehtu2018s um Millionen. Alle weiteren Details klu00e4ren wir in den zustu00e4ndigen Gremien.
Ich plu00e4diere an dieser Stelle fu00fcr eine Schulsanierung in Cottbus.
Als Schultru00e4ger wissen wir, was es heiu00dft, eine Schule zu bauen oder zu sanieren. Wir haben im vergangenen Jahr die sanierte Fontane-Gesamtschule u00fcbergeben und fu00fcr den Umbau des Standortes zur neuen Grundschule Am Brunschwigpark insgesamt sechs Fu00f6rdertu00f6pfe anzapfen mu00fcssen. Wir sind sehr dankbar fu00fcr diese Unterstu00fctzung, verehrte Staatssekretu00e4rin Dr. Bartmann, die Sie uns ju00fcngst auch mit weiteren Fu00f6rdermillionen fu00fcr Schmellwitz, den Ostsee und die Innenstadt bescherten.
Doch mit Verlaub und Augenzwinkern: Geht das nicht auch etwas einfacher?
Liebe Cottbuserinnen und Cottbuser,
ich bin den Tausenden von ihnen unendlich dankbar fu00fcr ihren oft 24/7 andauernden Einsatz fu00fcr das Funktionieren u2013 ganz gleich, ob in den Kaufhallen, in den Krankenhu00e4usern, bei Cottbusverkehr mit alten und neuen Strau00dfenbahnen, in den Pflegeeinrichtungen, bei der Mu00fcllabfuhr, der Polizei, dem Rettungsdienst, dem Katastrophenschutz, der Energieversorgung. Das ist schlicht unser Alltag.
Oft geht dabei der Job nahtlos u00fcber ins Ehrenamt. Genauso viele sind dann Woche fu00fcr Woche in Vereinen, Selbsthilfegruppen, als Ortsbeiru00e4te oder Stadtverordnete, in Bu00fcrgervereinen, im Sport, der Kultur, der Verkehrswacht oder im Tierheim tu00e4tig. All denen gilt unser Respekt und unsere Hochachtung.
Deshalb bitte ich Sie herzlich, symbolisch fu00fcr alle Engagierten, konkret aber das Vorhaben des Tierpark-Fu00f6rdervereins mit Spenden zu unterstu00fctzen. u201eMungomaniau201c, das ist etwas fu00fcr unsere Stadt, und wie der Tierpark u00fcberhaupt einmal mehr ein grou00dfes Gemeinschaftswerk der Cottbuser Bu00fcrgerschaft.
Es ist trotz mancher Sorge nicht so, dass in unserer Stadt nur an den Grou00dfprojekten des Strukturwandels gearbeitet wird. Wir forcieren in diesem Jahr den Bau der Seeachse von Sandow zum Ostsee, wir schlieu00dfen die Lu00fccken im Rundweg um den See, lieber Lausitzbeauftragter Klaus Freytag. Im zuru00fcckliegenden Jahr haben wir in der Karlshofer Strau00dfe in Kahren einen Weg geschaffen. Kein Luxus, kein grundhafter Ausbau, sondern eine pragmatische Lu00f6sung, die ihren Zweck erfu00fcllt. Ortsbeirat, Alba und unser Eigenbetrieb Gru00fcn- und Parkanlagen haben daran schnell gearbeitet. Auf u00e4hnliche Weise wird der Schulweg zwischen Merzdorf und Dissenchen endlich ein wenig sicherer werden. Neue Wege sind wir bereits gegangen und haben Wandflu00e4chen fu00fcr Graffitis zur Verfu00fcgung gestellt. Die Ergebnisse in der Blechenstrau00dfe sowie in der Lipezker Strau00dfe ku00f6nnen sich sehen lassen. Ich kann mir das mit anderen weiteren Flu00e4cheneigentu00fcmern auch vorstellen.
Wir machen die Spree erlebbarer: Es wird ein erstes Spreekonzert geben. Am Sandower Ufer kann man nun einfacher mit dem Kanu- und SUP- die Spree erkunden. Dieses Angebot wu00e4re ohne das ehrenamtliche Engagement des Vereins Blue Moon nicht mu00f6glich. So haben wir ein schu00f6nes Stu00fcck Cottbus bu00fcrgerschaftlich gesichert wie einst das benachbarte Planetarium.
Der Brunnen im Schillerpark wird endlich wieder sprudeln, der Platz insgesamt aufgewertet. Es sind ja oft die vermeintlich kleinen Dinge, die das Leben angenehmer machen. Aber Selbstverstu00e4ndlichkeiten sind nicht mehr selbstverstu00e4ndlich. Hat jemand bemerkt, dass das kleine Sonnensegel im Schillerpark ersetzt und neue Bu00e4nke aufgestellt worden sind?
Weitere Plu00e4tze, vor allem Spielplu00e4tze werden wir in Etappen herrichten und wo es mu00f6glich ist mit neuen Geru00e4ten ausstatten.
Freuen wir uns eigentlich noch, dass wir nun in allen stu00e4dtische Museen freien Eintritt fu00fcr Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren anbieten ku00f6nnen? Wir starten das neue Gesundheits- und Bibliotheksmobil als Service fu00fcr unsere Ortsteile gemeinsam mit der MUL CT.
Mittlerweile haben wir zehn selbstverwaltete Jugendclubs in den Ortsteilen. Alles keine Selbstverstu00e4ndlichkeiten.
Immerhin ca. 50 Millionen Euro werden wir in diesem Jahr investieren. Es mu00fcsste mehr sein keine Frage.
Das Geld flieu00dft in Kitas und Schulen, und an Bru00fccken, Strau00dfen, Rad- und Gehwegen wird gebaut und Gru00fcn gepflegt. Im Rahmen des Europu00e4ischen Parkverbundes werden wir den Eingangsbereich von Tierpark, Spreeauenpark und Branitzer Park neu gestalten. Die Trampolinhalle im Sportzentrum wird fertig. Die Grundschule Dissenchen wird erweitert. Wenn die beantragten Fu00f6rdermittel kommen, wird das Bu00fcrgerhaus Kahren umgebaut. Fu00fcr das Bu00fcrgerhaus Gallinchen wird die Planung abgeschlossen.
Und ich erinnere: Selbstverstu00e4ndlichkeiten sind nicht mehr selbstverstu00e4ndlich.
Die stu00e4dtische Gebu00e4udewirtschaft baut in der Karl-Liebknecht-Strau00dfe und in der Briesmannstrau00dfe neue Wohnungen und widmet sich gezielt der Zuschka in Schmellwitz.
Auch das kostet viele Millionen Euro. Allein im Schmellwitzer Zentrum werden es zwu00f6lf Millionen Euro sein. Das ist ein Mammutprogramm fu00fcr einen Stadtteil, der nicht vergessen ist.
Mit dem Kommunalen Entwicklungsbeirat zur Stadtpromenade haben wir bereits neue Wege erprobt. Der Kauf dieser Flu00e4che durch die GWC und auch der des neuen Stadtforum K durch uns, macht unseren Willen deutlich, die Entwicklung mu00f6glichst selbst zu steuern. Hier sind noch viele weitere Schritte nu00f6tig. Umso wichtiger ist es, mit den vermeintlich kleinen auch anzufangen und beispielsweise die verschlissenen Gehwegplatten vor der Wohnscheibe auszutauschen.
Selbstverstu00e4ndlich werden wir in diesem Jahr auch feiern. Wir fangen am 31. Januar an, lieber Pru00e4sident Sebastian Lemke, lieber Trainer Pele Wollitz. Der FC Energie wird 60 Jahre jung.
Der Verein ist der beste Botschafter dieser Region, er gehu00f6rt zu unserer DNA, hat viele grou00dfe Spieler hervorgebracht und wir alle dru00fccken die Daumen, dass die Mannschaft weiter im Aufstiegsrennen mitmischt. Energie ist Cottbus und Cottbus, ja, die Lausitz ist Energie. Leider mussten wir erleben, wie kompliziert neue Wege zur Sanierung eines Stadion sein ku00f6nnen.
Nach den ju00fcngsten Abstimmungen soll zum Geburtstag der Zuwendungsbescheid kommen. Dass uns das Land dabei mau00dfgeblich unterstu00fctzt ist ein Zeichen der Wertschu00e4tzung fu00fcr die Leistungen und das Identifikationspotential des Vereins und damit der Energie-Region Lausitz, verehrter Finanzminister Robert Crumbach. Und ich setze noch einen drauf: Wenn wir doch alle wissen, dass wir langfristig ein neues Stadion brauchen und dafu00fcr eine Betreibergesellschaft, warum dann eine Machbarkeitsstudie, die nur Zeit und Geld kostet? Lassen Sie uns gemeinsam den direkten Weg gehen.
Sehr geehrte Damen und Herren,
Der Sport wird einen Grou00dfteil des Alltags ausmachen u2013 kein Wunder, wenn bereits ein Viertel der Cottbuserinnen und Cottbuser in Sportvereinen organisiert und aktiv ist.
Die Sportgala am Freitag wird uns die beeindruckende Spannbreite zwischen den internationalen Medaillengewinnen im Radsport oder im Parasport sowie dem Alltagssport in unseren 143 Vereinen demonstrieren.
Genauso freue ich mich auf den Karnevalsumzug, die Ostsee-Sportspiele, das Gartenfestival in Branitz, das Stadtfest, das polnisch-deutsche Bu00fcrgerfest mit Wein und Kulinarik, das Hahnrupfen hier und das Campusfest da, das Elbenwald-Festival, die Schaumparty in Sachsendorf, die Walzernacht auf dem Altmarkt, auf die Filmabende in Schmellwitz und im Spreeauenpark, aufs Drachenfest am Ostsee sowie nicht zuletzt auf das Festival des osteuropu00e4ischen Films und die fantastischen Auffu00fchrungen im Staatstheater und dem Kinder- und Jugendtheater Piccolo.
Das ist Alltag in seiner schu00f6nsten Art und Weise in unserer Stadt, dem man die Anstrengungen der Macherinnen und Macher oft nicht ansieht. Alltag soll ja auch schu00f6n sein.
Liebe Cottbuserinnen und Cottbuser,
lassen Sie uns das neue Jahr mit der Bereitschaft zur Mu00fche, mit gewohntem Fleiu00df, der nu00f6tigen Hartnu00e4ckigkeit und der gelassenen Offenheit fu00fcr Kompromiss und Verstu00e4ndigung, fu00fcrs gleichberechtigte und freie Reden und Zuhu00f6ren angehen. Helfen Sie alle mit dabei, ob haupt- oder ehrenamtlich.
Stu00e4rken Sie bitte den heimischen Handel, die heimische Wirtschaft, die hiesige Gastronomie, die regionalen Produzenten, indem Sie hier einkaufen, essen gehen und es sich soweit wie mu00f6glich gut gehen lassen.
Sagen Sie ihren Kindern und Enkelkindern, wie viel in Cottbus/Chu00f3u015bebuz los ist und dass sie hier Ausbildung, Arbeit und attraktive Perspektiven finden. In diesem Sinne mu00f6gen wir alle den Mut und die Kraft haben zu mehr Eigenverantwortung, Stolz und gleichzeitig Gemeinschaftssinn gern auf neuen Wegen.
Cottbus/Chu00f3u015bebuz, das sind wir alle!
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