Die Stadt Cottbus/Chóśebuz setzt weiterhin vorrangig auf mobile Geschwindigkeitsüberwachung. Ziel ist und bleibt es, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und insbesondere Kinder, Seniorinnen und Senioren sowie weitere schutzbedürftige Verkehrsteilnehmer wirksam zu schützen. Durch den mobilen Einsatz der Messgeräte konnte im Jahr 2025 flexibel auf Bürgerhinweise sowie auf das Unfallgeschehen reagiert werden.
Manuel Helbig, Leiter des Fachbereiches Ordnung und Sicherheit: „Es ist erschreckend, dass wir gerade vor sozialen Einrichtungen und Schulen eine Überschreitungsquote von fast fünf Prozent feststellen mussten. Das unterstreicht, wie notwendig diese Kontrollen sind, um insbesondere die schwächsten Verkehrsteilnehmer zu schützen. Wir werden dort weiter präsent sein.“
Im Jahr 2025 hat die Stadt Cottbus/Chóśebuz in diesem Bereich Einnahmen in Höhe von ca. 1,7 Millionen Euro erhalten, die in den städtischen Haushalt einfließen.
Zur Ergänzung der Kontrollen kamen erneut sogenannte Enforcement Trailer (Blitzer-Anhänger) zum Einsatz. Diese ermöglichten eine längerfristige Geschwindigkeitsüberwachung an mehreren bekannten Gefahren- und Beschwerdepunkten im Stadtgebiet.
Im ersten Quartal 2025 wurden die Blitzer-Anhänger überwiegend in den Ortsteilen Kahren, Kiekebusch und Branitz eingesetzt. Hintergrund war das deutlich erhöhte Verkehrsaufkommen infolge der Sperrung der L 49 zwischen Forst und Cottbus/Chóśebuz im Zuge des Baus der neuen Ortsumfahrung. In diesen Bereichen konnte dadurch nahezu dauerhaft überwacht werden. Insgesamt wurden mit den Enforcement Trailern 1.039.079 Fahrzeuge erfasst; 12.943 davon überschritten die zulässige Höchstgeschwindigkeit.
Am bundesweiten „Speedmarathon“ am 09.04.2025 beteiligte sich der Fachbereich Ordnung und Sicherheit erneut. Überhöhte Geschwindigkeit zählte auch 2025 zu den Hauptursachen schwerer und tödlicher Verkehrsunfälle, weshalb diese Schwerpunktaktion jährlich durchgeführt wird. Bei 9.035 gemessenen Fahrzeugen (2024: 5.500) wurden 205 Verstöße festgestellt (2024: 203). Die höchste gemessene Überschreitung lag bei 66 km/h bei erlaubten 30 km/h.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Schulwegsicherung. Vor Schulbeginn sowie nach Schul- und Hortschluss wurden Schulwege gezielt überwacht. Die Radarwagen waren hierfür 167 Stunden im Einsatz (2024: 175). Dabei wurden 24.323 Fahrzeuge gemessen (2024: 21.377); 900 Fahrerinnen und Fahrer über-schritten die zulässige Höchstgeschwindigkeit (2024: 955). Trotz eines leicht geringeren Kontingents an Einsatzstunden blieb das Niveau der Verstöße damit hoch. Darüber hinaus konzentrierte sich die mobile Verkehrsüberwachung auf Bereiche mit besonderem Schutzbedürfnis, etwa an Kitas und Seniorenheimen. In diesen sensiblen Zonen wurden 160.845 Fahrzeuge gemessen, bei denen 7.735 Geschwindigkeitsverstöße registriert wurden.
Insgesamt erfasste die mobile Verkehrsüberwachung im Jahr 2025 642.030 Fahrzeuge (2024: 700.423). Dabei wurden 30.138 Verstöße festgestellt (2024: 28.346).
Besonders gravierende Einzelfälle verdeutlichten die Notwendigkeit von Geschwindigkeitskontrollen:
Außerorts wurde eine Überschreitung von 141 km/h bei erlaubten 70 km/h festgestellt, innerorts eine von 101 km/h bei zulässigen 30 km/h.
Im Bereich der stationären Verkehrsüberwachung wurden 8.842 Geschwindigkeitsverstöße registriert (2024: 11.430) sowie 1.919 Rotlichtverstöße (2024: 1.776). Der Rückgang der Geschwindigkeitsverstöße deutete auf eine zunehmende Regelakzeptanz an bekannten Messstellen hin.
Auch künftig plant die Stadt Cottbus/Chóśebuz, die Geschwindigkeitsüberwachung gezielt an Schulstandorten, sozialen Einrichtungen, Unfallhäufungsstellen sowie in weiteren besonders gefährdeten Bereichen fortzuführen und auszubauen. Ergänzend dazu kommen auch weitere Dialogdisplays zum Einsatz. Diese zeigen Autofahrenden die gefahrene Geschwindigkeit an.
Manuel Helbig: „Mit dem Einsatz der Displays möchten wir sanktionsfrei Autofahrer auf die Einhaltung geltender Tempolimits hinweisen und so die Notwendigkeit der Einhaltung von Verkehrsvorschriften in das Bewusstsein rücken.“