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Film

Filmabend im Rahmen der Filmreihe Zeitschnitt

📅 23.06.2026 🕐 18:00 Uhr 📍 Obenkino, Cottbus

Film: „Rublak. Die Legende vom vermessenen Land“
Vorfilm: „Struga – Bilder einer Landschaft“

Zum Film: R: Konrad Herrmann, D: Hans-Uwe Bauer, Kurt Böwe, Christian Grashof, Johanna Schall, 1980/2014, 60 min, Spielfilm, FSK: ab 0 Jahren Eines Tages treffen auf einem abseits gelegenen Hof mit wortkargen Bewohnerinnen und Bewohnern Landvermesser ein. Sie stellen sich als Vorboten von tiefgreifenden Veränderungen heraus. Bald werden auch hier die Bagger des Tagesbaus anrücken. Regie-Student Konrad Herrmann versuchte 1983 etwas Seltenes. Er verwob einen brisanten Gegenwartsstoff mit phantastischen Einschüben, die immer mehr Raum ergreifen. Dem Ministerium für Kultur war das zu viel. Der Film wurde verstümmelt. Im Jahr 2014 wurde der durch Kameramann Lutz Körner mit Unterstützung von Grit Lemke (Autorin und Regisseurin) komplettierte Film in Schleife (Oberlausitz) wieder aufgeführt.

Begrüßung: Susanne Kschenka, Stellvertreterin der Aufarbeitungsbeauftragten Filmhistorische Einführung: Dr. Claus Löser, Filmhistoriker und -kurator Gast im Filmgespräch: Regisseurs Konrad Herrmann
Eine Kooperationsveranstaltung zwischen der Beauftragten des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur, dem Filmmuseum Potsdam und dem OBENKINO Cottbus.

Zur Reihe: Die diesjährige „Zeitschnitt“-Reihe mit dem Titel „Mut und Eigensinn“ präsentiert Filme über Zivilcourage und eigensinnige, mitunter widersprüchliche Menschen, die sich gegen Willkür wehren oder für demokratische Teilhabe einsetzen. Die fiktionalen und dokumentarischen Arbeiten behandeln sowohl ganz gewöhnliche Lebensbereiche als auch dramatisch zugespitzte Situationen und zeugen dabei von der Kraft der scheinbar Schwachen. Ganz gleich, ob authentischer Fall oder Fiktion, stets geht es darum, das täglich gelebte Leben zu den offiziell proklamierten Maximen ins Verhältnis zu setzen und die Differenz von Anspruch und Wirklichkeit aufzuzeigen. Es geht dabei nicht immer um spektakuläre Heldentaten oder prominente Fallbeispiele – oft entwickeln sich mutige Handlungen aus Alltagssituationen heraus. Gezeigt werden soll, mit welch unterschiedlichen Mitteln und Methoden – ob mit Witz, Mut, Beharrlichkeit oder Eigensinn – an scheinbar unveränderbaren Verhältnissen gerüttelt wird. Wie schon in vorangegangenen Ausgaben von „Zeitschnitt“ wird der Blick durch osteuropäische Filmperspektiven erweitert.

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