Foto: Jan Gloßmann
Selbst.Sicher!
Gut vorbereitet für den Ernstfall in Cottbus/Chóśebuz. Wer für drei Tage selbst vorgesorgt hat, übersteht Stromausfall, Unwetter oder eine Störung der Wasserversorgung gelassener – das ist das 72-Stunden-Konzept.
Warum „Selbst.Sicher!“?
Ein Stromausfall, ein Unwetter, eine Störung der Wasserversorgung: Solche Ereignisse kommen nicht oft vor. Aber sie geschehen auch in Cottbus. In den ersten Stunden sind Feuerwehr, Rettungsdienst und Stadtverwaltung zunächst damit beschäftigt, die Lage zu sichern. Wer für diese Zeit (drei Tage) selbst vorgesorgt hat, kann sie gelassener überstehen.
„Selbst.Sicher!“ baut auf einem einfachen, bewährten Prinzip auf: dem 72-Stunden-Konzept. Diese Seite überträgt es auf Cottbus/Chóśebuz.
Vorsorge bedeutet nicht, sich vor dem Schlimmsten zu fürchten. Sie bedeutet, im Alltag vorbereitet zu sein und ein paar Dinge bereitzuhalten, die im Ernstfall den Unterschied machen – für Sie und für alle, die wirklich auf Hilfe angewiesen sind.
selbst versorgen können
Trinkwasser pro Person
als Anlaufstellen im Stadtgebiet
Wichtige Rufnummern
Feuerwehr & Rettungsdienst: 112
Polizei: 110
Ärztlicher Bereitschaftsdienst (bundesweit): 116 117
Giftnotruf Berlin-Brandenburg: 030 19 240
Lausitzer Wasser: 0800 0594594
Störungsnummer Stadtwerke Cottbus
Gas: 0355 711000
Wärme: 0355 31188
Strom: 0355 724000
Am besten abfotografieren und griffbereit halten – auch ohne Handyempfang.
Was kann passieren?
Niemand kann vorhersagen, wann eine Störung eintritt. Die folgenden Beispiele sind auch für unsere Region denkbar – unabhängig davon, welches Ereignis konkret eintritt, hilft dieselbe Vorsorge.
Die 72-Stunden-Regel
Es wird die 72-Stunden-Regel empfohlen. Jeder Haushalt sollte sich im Fall einer Störung mindestens drei Tage lang selbst versorgen können – mit Wasser, Lebensmitteln, den nötigsten Medikamenten und Information über die Lage.
Der Hintergrund: Bei größeren Störungen kann es dauern, bis das öffentliche Leben wieder funktioniert. Diese Zeit lässt sich besser überbrücken, wenn zu Hause ein kleiner Vorrat bereitsteht.
Das kann bei einem längeren Stromausfall passieren:
Wer diese drei Tage überbrücken kann, hat für sich und die Familie gut vorgesorgt – wie, zeigen die nächsten Abschnitte.
Lebensmittel für drei Tage
pro Person im Haushalt
Wichtig: Bei einem Stromausfall funktioniert der Kühlschrank nicht mehr. Der Vorrat sollte deshalb ausschließlich aus Lebensmitteln bestehen, die auch ungekühlt mehrere Tage halten: Konserven, haltbare Milch, Getreideprodukte, Trockenfrüchte.
6 Liter
Konserven/trocken · 1000 g
400 g
lange haltbar · 550 g
ungeöffnet haltbar · 1 Liter
Fisch, Hülsenfrüchte, Fleisch · 400 g
150 g
300 g
Ausstattung für Zuhause
6 Liter pro Person für drei Tage. Wasser zum Kochen und für Hygiene: 30–60 Liter pro Person.
mit Ersatzbatterien – bleibt bei Strom-/Netzausfall die zuverlässigste Infoquelle
in kleinen Scheinen/Münzen – Kartenzahlung/Geldautomaten funktionieren bei Stromausfall meist nicht
mit Ersatzbatterien, ggf. Powerbank fürs Handy
oder andere Kochmöglichkeit ohne Strom
für alle Haushaltsmitglieder – Apotheken sind schlechter erreichbar
wichtig, falls im Winter Heizung und Strom gleichzeitig ausfallen
als Licht- und Wärmequelle im Notfall
sowie Feuerlöscher oder Löschdecke
zum Einhängen in die Toilette – falls kein Wasser zum Spülen da ist
griffbereit: Ausweise, Versicherungen etc. abheften/auf digitalen Datenträger speichern
Der Vorrat muss nicht auf einmal angeschafft werden – einfach nach und nach beim normalen Einkauf aufbauen.
Wo Sie im Ernstfall Hilfe finden
Cottbus/Chóśebuz richtet an ausgewählten Standorten sogenannte Katastrophenschutz-Leuchttürme ein – Anlaufstellen für die Bevölkerung, wenn Strom, Telefon oder Internet ausfallen.
Was Sie dort finden:
Alle Standorte auf der Karte
Tippen Sie auf einen Standort in der Liste – die Karte zoomt direkt dorthin. Mit „Nächsten Standort finden“ zeigt die Karte die Anlaufstelle, die Ihnen am nächsten liegt.
15 Katastrophenschutz-Leuchttürme
7 Informationspunkte (nur Infos und Notfallmeldungen)
Karte ohne Cookies und ohne externe Dienste · Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL) · „Nächsten Standort finden“ nutzt die Ortung Ihres Geräts nur im Browser, es werden keine Daten übertragen.
Wichtig zu wissen: Katastrophenschutz-Leuchttürme und Informationspunkte sind Anlaufstellen für Information, Notfallmeldung und Erstversorgung – keine Notunterkünfte. Es gibt dort weder Duschen noch Verpflegung/Catering.
Informiert bleiben
bleibt oft die einzige zuverlässige Quelle für amtliche Warnungen, wenn Internet und Mobilfunk ausfallen.
amtliche Warnungen direkt aufs Handy, solange Netz verfügbar ist. Am besten schon jetzt installieren.
ein einminütiger auf- und abschwellender Heulton bedeutet Gefahr: Radio einschalten und auf weitere Hinweise achten.
wenn Strom und Netz gleichzeitig ausfallen, sind Absprachen mit Nachbarn und Aushänge (z. B. an den Katastrophenschutz-Leuchttürmen) oft die einzige Informationsquelle.
Mitmachen! Vorsorge ist keine Einzelaufgabe
In Cottbus/Chóśebuz engagieren sich schon heute viele Menschen ehrenamtlich für den Schutz der Bevölkerung. Hier finden Sie Anlaufstellen, wenn auch Sie helfen wollen.
Sie wollen im Krisen- oder Katastrophenfall spontan helfen?
Dann melden Sie sich als Freiwilliger. Mehr Informationen finden Sie in Krisen- und Katastrophenfällen auf cottbus.de/krisenhilfe.
Die Stadtverwaltung koordiniert über diese Seite dann alle Spontanhelfer und wird sie nach ihren Fähigkeiten am besten einsetzen.
In den Stadtteilen Sachsendorf, Ströbitz, Neu-Schmellwitz und Sandow gibt es ein Stadtteilmanagement (STM). Hier erhalten Sie ebenfalls Informationen rund um Vorsorge und Nachbarschaftshilfe.
Stadtteilmanagement Sachsendorf: 0176 12606826
Stadtteilmanagement Ströbitz: 0151 4263 99 79
Stadtteilmanagement Sandow: 01575 8096 179
Stadtteilmanagement Neu-Schmellwitz: 0152 52312543
Wir retten die Lausitz! – mit KATRETTER
Die kostenlose KATRETTER-App bringt Ersthelfer schnell zu Menschen in lebensbedrohlichen Notfällen.
Wer mindestens 18 Jahre alt ist und sich Erste Hilfe zutraut, kann sich als Ersthelfer registrieren.
Bei einem Herzstillstand oder einer Bewusstlosigkeit alarmiert die Leitstelle Helfer, die sich gerade in der Nähe befinden.
Die App führt den Helfer direkt zum Einsatzort. So kann wichtige Erste Hilfe schon beginnen, bevor der Rettungsdienst eintrifft. Je mehr Menschen in Cottbus mitmachen, desto größer ist die Chance auf schnelle Hilfe in der Nähe.
Einfach KATRETTER im App Store oder bei Google Play herunterladen, registrieren und mithelfen, Leben zu retten.
Herausgeber der Broschüre „Selbst.Sicher!“: Stadt Cottbus/Chóśebuz, Der Oberbürgermeister, Neumarkt 5, 03046 Cottbus