Foto: Markus Kunath
Selbst.Sicher! – Gut vorbereitet für den Ernstfall in Cottbus/Chóśebuz
Wer für drei Tage selbst vorgesorgt hat, übersteht Stromausfall, Unwetter oder eine Störung der Wasserversorgung gelassener, kann anderen helfen und Rettungskräfte entlasten – das ist das 72-Stunden-Konzept.
Hier finden Sie außerdem unsere Broschüre „Selbst.Sicher!“ sowie weitere Verhaltenshinweise, Merkblätter und Formulare der Stadt für den Krisenfall.
Warum „Selbst.Sicher!“?
Ein Stromausfall, ein Unwetter, eine Störung der Wasserversorgung: Solche Ereignisse kommen nicht oft vor. Aber sie geschehen auch in Cottbus. In den ersten Stunden sind Feuerwehr, Rettungsdienst und Stadtverwaltung zunächst damit beschäftigt, die Lage zu sichern. Wer für diese Zeit (drei Tage) selbst vorgesorgt hat, kann sie gelassener überstehen.
„Selbst.Sicher!“ baut auf einem einfachen, bewährten Prinzip auf: dem 72-Stunden-Konzept. Diese Seite überträgt es auf Cottbus/Chóśebuz.
Vorsorge bedeutet nicht, sich vor dem Schlimmsten zu fürchten. Sie bedeutet, im Alltag vorbereitet zu sein und ein paar Dinge bereitzuhalten, die im Ernstfall den Unterschied machen – für Sie und für alle, die wirklich auf Hilfe angewiesen sind.
selbst versorgen können
Trinkwasser pro Person
als Anlaufstellen im Stadtgebiet
Unsere Broschüre „Selbst.Sicher!“
Das aktuelle, auf Cottbus/Chóśebuz zugeschnittene Vorsorgeheft für alle Cottbuserinnen und Cottbuser – zum Herunterladen, Ausdrucken und Nachschlagen, auch wenn Strom und Internet ausfallen.
Gedruckt wird die Broschüre an mehreren Stellen in der Stadt ausgelegt, bspw. in den Rathäusern und der Bibliothek.
Broschüre Selbst.Sicher
Wichtige Rufnummern
Feuerwehr & Rettungsdienst: 112
Polizei: 110
Ärztlicher Bereitschaftsdienst (bundesweit): 116 117
Giftnotruf Berlin-Brandenburg: 030 19 240
Lausitzer Wasser: 0800 0594594
Störungsnummer Stadtwerke Cottbus
Gas: 0355 711000
Wärme: 0355 31188
Strom: 0355 724000
Bei flächendeckendem Stromausfall funktionieren auch die Telefone nicht. Den Krisenstab der LWG erreichen Sie dann nur persönlich: Lehrwerkstatt, Am Großen Spreewehr 6, 03044 Cottbus (Kläranlage).
Am besten abfotografieren und griffbereit halten – auch ohne Handyempfang.
Einfache Sprache und Übersetzung
Einfache Sprache: Über das Buch-Symbol unten rechts können Sie die Texte dieser Seite in einfache Sprache übertragen lassen.
Andere Sprachen: Über „Sprache“ im Kopfbereich, z. B. Englisch, Ukrainisch, Arabisch, Russisch oder Polnisch. Niedersorbisch über die sorbische Flagge.
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Übersetzungen werden automatisch erstellt. Maßgeblich ist der deutsche Text.
Was kann passieren?
Niemand kann vorhersagen, wann eine Störung eintritt. Die folgenden Beispiele sind auch für unsere Region denkbar – unabhängig davon, welches Ereignis konkret eintritt, hilft dieselbe Vorsorge.
Die 72-Stunden-Regel
Es wird die 72-Stunden-Regel empfohlen. Jeder Haushalt sollte sich im Fall einer Störung mindestens drei Tage lang selbst versorgen können – mit Wasser, Lebensmitteln, den nötigsten Medikamenten und Information über die Lage.
Der Hintergrund: Bei größeren Störungen kann es dauern, bis das öffentliche Leben wieder funktioniert. Diese Zeit lässt sich besser überbrücken, wenn zu Hause ein kleiner Vorrat bereitsteht.
Das kann bei einem längeren Stromausfall passieren:
Wer diese drei Tage überbrücken kann, hat für sich und die Familie gut vorgesorgt – wie, zeigen die nächsten Abschnitte.
Lebensmittel für drei Tage
pro Person im Haushalt
Wichtig: Bei einem Stromausfall funktioniert der Kühlschrank nicht mehr. Der Vorrat sollte deshalb ausschließlich aus Lebensmitteln bestehen, die auch ungekühlt mehrere Tage halten: Konserven, haltbare Milch, Getreideprodukte, Trockenfrüchte.
6 Liter
Konserven/trocken · 1000 g
400 g
lange haltbar · 550 g
ungeöffnet haltbar · 1 Liter
Fisch, Hülsenfrüchte, Fleisch · 400 g
150 g
300 g
Ausstattung für Zuhause
6 Liter pro Person für drei Tage. Wasser zum Kochen und für Hygiene: 30–60 Liter pro Person.
mit Ersatzbatterien – bleibt bei Strom-/Netzausfall die zuverlässigste Infoquelle
in kleinen Scheinen/Münzen – Kartenzahlung/Geldautomaten funktionieren bei Stromausfall meist nicht
mit Ersatzbatterien, ggf. Powerbank fürs Handy
oder andere Kochmöglichkeit ohne Strom
für alle Haushaltsmitglieder – Apotheken sind schlechter erreichbar
wichtig, falls im Winter Heizung und Strom gleichzeitig ausfallen
als Licht- und Wärmequelle im Notfall
sowie Feuerlöscher oder Löschdecke
zum Einhängen in die Toilette – falls kein Wasser zum Spülen da ist
griffbereit: Ausweise, Versicherungen etc. abheften/auf digitalen Datenträger speichern
Der Vorrat muss nicht auf einmal angeschafft werden – einfach nach und nach beim normalen Einkauf aufbauen.
Weitere Vorsorge
Deutschland ist eines der sichersten Länder der Welt. Dennoch erleben wir, dass auch in Deutschland Krisen unsere gewohnten alltäglichen Abläufe stören. Extreme Wetterereignisse nehmen zu. Durch Cyberattacken, Desinformation oder Sabotage finden Angriffe auf Infrastrukturen, Meinungsbildung und Zusammenhalt statt. Selbst ein Krieg scheint nicht mehr so ausgeschlossen zu sein wie noch vor einigen Jahren.
Vorsorge kann helfen, extreme Situationen besser zu bewältigen. Ausführliche Informationen bietet das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK).
Essen und Trinken bevorraten
Es gibt verschiedene Notsituationen, in denen ein Vorrat an Lebensmitteln und Getränken hilfreich ist. Aber auch im Alltag können Sie von einem Vorrat profitieren!
Im Notfall schnell einsatzbereit: Die Hausapotheke
Eine Schnittwunde von der Gartenarbeit, eine Brandblase vom Kochen, eine Schürfwunde von einem Sturz – auch im Alltag kann es leicht einmal zu Verletzungen kommen. Mit einer gut ausgestatteten Hausapotheke können Sie sich und Ihrer Familie schnell helfen.
Immer griffbereit: Die Dokumentenmappe
Manchmal muss es schnell gehen: Wenn Ihr Zuhause evakuiert werden muss, zum Beispiel weil ein Hochwasser bevorsteht oder eine Weltkriegsbombe entschärft werden muss. Oder Sie müssen Ihr Zuhause schnell verlassen, weil es brennt. Dann sollten Sie Ihre wichtigen Dokumente mit einem Griff einpacken und mitnehmen können, damit sie nicht zerstört werden.
Hygiene in Notzeiten
Mangelnde Hygiene ist weltweit Auslöser für viele Seuchen und Krankheiten. Uns erscheint das weit weg. Denn tägliches Duschen, Zähneputzen oder Händewaschen sind für uns selbstverständlich. Aber was machen Sie, wenn es kein warmes Wasser mehr gibt oder kaltes Wasser nur stundenweise zur Verfügung steht?
Im Notfall informiert bleiben
Es gibt Situationen, in denen es besonders wichtig ist, aktuelle Meldungen verfolgen zu können. Beispielsweise wenn starke Schneefälle oder Hochwasser Teile der Bevölkerung von der Außenwelt abschneiden oder bei einem großflächigen Stromausfall.
Wenn es schnell gehen muss: Das Notgepäck
Stellen Sie sich vor: Es brennt. Sie müssen schnell Ihr Zuhause verlassen. Oder Sie werden evakuiert, weil Weltkriegsmunition gefunden oder ein Gasleck entdeckt wurde. Dann haben Sie nicht mehr viel Zeit zu packen. Mit einem vorbereiteten Notgepäck können Sie alles Wichtige mit einem Griff mitnehmen.
Für mehr Sicherheit am Haus: Bauliche Vorsorgemaßnahmen
Extreme Wetterlagen wie Stürme, starke Schneefälle oder Hochwasser können Gebäude stark schädigen. Oft reichen schon kleinere bauliche Maßnahmen, um die Sicherheit von Gebäuden deutlich zu steigern.
Meine persönliche Checkliste
BBK-Vorsorgen für Krisen und Katastrophen
Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen
Richtig handeln im Ernstfall
Verhaltenshinweise bei Strom-, Gas- und Wasserausfall sowie für Bus und Bahn
Die folgenden Hinweise gelten für einen flächendeckenden, mehrstündigen Ausfall. Zu jedem Thema gibt es ein Merkblatt zum Ausdrucken – am besten schon jetzt, denn bei Stromausfall ist das Internet oft nicht erreichbar.
Stromausfall – was tun?
Verhalten bei einem flächendeckenden, mehrstündigen Stromausfall
- Achten Sie auf Hinweise aus dem Radio (batteriebetrieben)!
- Über Rundfunksender erhalten Sie im Notfall wichtige Informationen.
- Schalten Sie alle elektrischen Geräte aus und ziehen Sie vorsorglich alle Netzstecker! Damit sorgen Sie bei Wiederkehr der Spannungsversorgung für Ihre eigene Sicherheit und helfen, eine Überlastung des Stromnetzes beim Wiederaufbau der flächendeckenden Stromversorgung zu verhindern.
- Zu Ihrer eigenen Sicherheit sollten Sie immer davon ausgehen, dass die elektrischen Anlagen unter Spannung stehen!
Verhalten nach Wiederverfügbarkeit der Stromversorgung
- Schalten Sie Ihre Geräte nur nacheinander wieder ein, um eine Überlastung des Stromnetzes beim Wiederaufbau der flächendeckenden Stromversorgung, aber auch Ihrer Haus- oder Wohnungsinstallation zu verhindern.
Stromversorgung bei einem flächendeckenden, mehrstündigen Stromausfall
Gasausfall – was tun?
Aufgrund von Lieferengpässen oder technischen Störungen kann es zu einer Gasmangellage kommen. Infolgedessen kann eine Versorgungsunterbrechung einige Tage dauern, bis die Gasversorgung wieder zur Verfügung steht.
Im Folgenden finden Sie Hinweise, wie Sie sich in der Notsituation richtig verhalten:
Verhalten bei Ausfall der Gasversorgung
- Achten Sie auf Hinweise aus dem Radio sowie auf Durchsagen des Gasnetzbetreibers.
- Folgen Sie den Anweisungen und Hinweisen.
- Nehmen Sie Gasgeräte/Gasanwendungen außer Betrieb.
- Kontrollieren Sie besonders alte Gas-Kochstellen ohne Flammenüberwachung (Zündsicherung).
- Bei der Wiederinbetriebnahme des Gasnetzes kann über solche Geräte unkontrolliert Gas ausströmen.
- Schließen Sie die Absperreinrichtungen an Ihrem Hausanschluss und Gaszähler. Diese Absperreinrichtungen werden nachfolgend durch den Netzbetreiber gegen eine Wiederinbetriebnahme gesichert und gekennzeichnet.
- Bitte beachten Sie bei der Benutzung von elektrischen Heizgeräten, dass Sie damit die Gebäudeinstallationen und die öffentliche Stromversorgung zusätzlich belasten. Prüfen Sie daher stets sorgsam die Notwendigkeit einer Nutzung elektrischer Heizquellen.
- Sollte es zu einem Stromausfall kommen, schalten Sie alle elektrischen Heizgeräte aus.
- Beachten Sie die Anweisung des Stromnetzbetreibers.
Verhalten nach Wiederverfügbarkeit der Gasversorgung
- Der Gasbezug aus dem Gasnetz darf erst nach offizieller Freigabe durch den Gasnetzbetreiber erfolgen. Öffnen Sie die Absperreinrichtungen an Ihrem Hausanschluss und Gaszähler nicht eigenmächtig!
- Eine Wiederinbetriebnahme der Gasinstallation sowie aller Gasgeräte/Gasanwendungen darf erst nach vorheriger Kontrolle und Überprüfung durch eine zugelassene Fachkraft (Vertragsinstallateur) erfolgen.
Gasversorgung bei einem flächendeckenden, mehrstündigen Ausfall
Trinkwasser und Abwasser – Empfehlungen der LWG
Die LWG Lausitzer Wasser GmbH & Co. KG gibt für den Fall eines flächendeckenden mehrstündigen Stromausfalls folgende Empfehlungen:
Trinkwasser
- Gehen Sie so sparsam wie möglich mit Trinkwasser um.
- Nutzen Sie das vorhandene Trinkwasser möglichst mehrfach (z. B. erst Geschirrabwasch, danach WC-Spülung).
- Schließen Sie unbedingt alle Wasserhähne! Damit verhindern Sie das Eindringen von Keimen durch den entstandenen Unterdruck in den Leitungen sowie das massenhafte und gleichzeitige Auslaufen von Wasser nach Wiederinbetriebnahme. (Alte Armaturen mit Drehverschluss müssen im Uhrzeigersinn gedreht werden, um sie zu schließen.)
- Schützen Sie im Winter unbedingt alle freiliegenden Trinkwasserleitungen und Wasserzähler im Haus, im Keller und in Nebengebäuden, um Frostschäden zu vermeiden.
- Bei einem Totalausfall der Wasserversorgung sollten Sie nach der Wiederinbetriebnahme der Trinkwasserversorgung das Trinkwasser vor der Zubereitung von Speisen und Getränken zunächst abkochen, bis es von Seiten der LWG anderslautende Informationen gibt.
Abwasser
- Vermeiden Sie so weit wie möglich das Auftreten von Abwasser.
- Sorgen Sie in Ihren Eigenheimen für eine funktionierende Rückstausicherung in Ihrer Abwasserleitung.
- Sollte Ihr Keller von Abwasser überflutet werden, betreten/reinigen Sie ihn nur, wenn (tatsächlich) kein Strom fließt, sonst besteht die Gefahr eines Stromschlags. Deshalb besondere Vorsicht bei Wiederinbetriebnahme der Stromversorgung.
- Entsorgen Sie das anfallende Abwasser unter weitgehendster Einhaltung der Hygienestandards und nicht im öffentlichen Raum, um das Auftreten von Krankheiten zu vermeiden.
Kontakt zur LWG: Im Falle eines flächendeckenden Stromausfalls funktionieren auch die Telefone nicht. Deshalb erreichen Sie den Krisenstab der LWG Lausitzer Wasser GmbH & Co. KG nur persönlich in der Lehrwerkstatt Am Großen Spreewehr 6 in 03044 Cottbus (Kläranlage).
Merkblatt zum Thema Trink- und Abwasser bei einem flächendeckenden mehrstündigen Stromausfall
Fließt weiter Trinkwasser aus meinem Hahn, auch wenn der Strom ausfällt?
Ja, der Regelbetrieb ist gesichert!
Die LWG betreibt in ihrem Versorgungsgebiet insgesamt neun Wasserwerke unterschiedlicher Größe, je nach der Zahl der zu versorgenden Einwohner. Dabei ist unser größtes Wasserwerk in Cottbus-Sachsendorf auf besondere Weise für eine Unterbrechung der Stromversorgung abgesichert. In diesem Fall würde nach spätestens 10 Sekunden eine mit Diesel betriebene 350-kVA-Netzersatzanlage für die nötige Elektroenergie sorgen.
Mit Hilfe des Notstromaggregats können die Reinwasserstufen weiterarbeiten und Trinkwasser ins Verteilnetz pumpen. Sind die Reinwasserbehälter leer und immer noch kein Strom verfügbar, kann die Rohwasseraufbereitung händisch angefahren und ebenfalls von einem Notstromaggregat mit Energie versorgt werden. Auf diese Weise ist ein Regelbetrieb des Wasserwerks Sachsendorf für mindestens 24 Stunden abgesichert, dann müsste nachgetankt werden. Auch hierfür haben wir die entsprechenden Vorkehrungen getroffen.
Unsere Reinwasserbehälter im Versorgungsgebiet haben eine Gesamtkapazität, um alle Kunden mindestens einen Tag lang mit Trinkwasser zu versorgen. Dabei gehen wir von einem durchschnittlichen Tagesverbrauch von ca. 19.000 m³ im gesamten Versorgungsgebiet aus. Sollte es zu einem flächendeckenden Stromausfall kommen, wird sich voraussichtlich der Wasserbedarf halbieren, da nicht mehr gekocht werden kann und es auch kein warmes Wasser z. B. zum Duschen und Baden geben wird. Je geringer der Wasserverbrauch, umso länger halten unsere Reserven.
Da die LWG in Cottbus zwei Wasserwerke in einem Verbundsystem betreibt, gibt es eine zusätzliche Absicherung. Außerdem sind wir in der Lage, mit stationären und mobilen Notstromaggregaten den Betrieb aller Wasserwerke aufrechtzuerhalten. Die Zeitdauer hängt dabei im Wesentlichen von der Verfügbarkeit des Kraftstoffs ab. Aktuell haben wir eine Tankkapazität, die für mehrere Tage reicht. Wir gehen jedoch davon aus, dass wir als Unternehmen der kritischen Infrastruktur im Bedarfsfall durch das Land Brandenburg mit weiterem Treibstoff versorgt werden.
Die Funktionsweise der Notstromaggregate testen wir regelmäßig. Außerdem sind wir in enger Abstimmung mit dem Verwaltungsstab der Stadt Cottbus und den regionalen Katastrophenschutzbehörden, um das Vorgehen im Fall eines Stromausfalls zu beraten. Auch in unserem Unternehmen selbst kann kurzfristig ein Krisenstab seine Arbeit aufnehmen.
Quelle: LWG Lausitzer Wasser GmbH & Co. KG
Trinkwasser trotz Stromausfall
Funktioniert die Entsorgung des Abwassers auch bei Stromausfall?
Die Antwort auf diese Frage hängt wesentlich von der Art der Abwasserentsorgung Ihres Grundstücks ab. Grundsätzlich jedoch gilt, dass alle Entsorgungsarten technische Grenzen haben und es deshalb bei einem flächendeckenden Stromausfall die oberste Maxime sein muss, so wenig wie möglich Abwasser zu erzeugen.
Entsorgung des Abwassers
Bei der Entsorgung des Abwassers wird zwischen 3 wesentlichen technischen Möglichkeiten entschieden:
1. Entsorgung über ein Freigefälle-Kanalnetz
Durch das Freigefälle gelangen die Abwässer direkt zu einer Kläranlage, ohne dass Pumpen das Abwasser weiterfördern müssen; deshalb wird kein Strom benötigt. Ein solches Freigefälle-Kanalnetz gibt es in den Entsorgungsbereichen Cottbus sowie in kleinerem Maßstab am Wohngebiet Kolkwitz-Klinikum, in der Siedlung Casel und im Kastanienweg in Klein Döbbern.
2. Entsorgung über Pumpwerke und Freigefälle
Ist es nicht möglich, über die gesamte Strecke bis zur Kläranlage ein Freigefälle zu ermöglichen, sorgen Pumpstationen dafür, dass das Abwasser weitergeleitet und dann in Freigefälle-Kanäle gepumpt wird. Insgesamt betreibt die LWG über 400 Pumpstationen unterschiedlicher Größe. Eine im Unternehmen vorhandene Notfall-Prioritätenliste legt fest, welches Hauptpumpwerk bei einem flächendeckenden Stromausfall mittels Notstromaggregat weiter betrieben werden kann. Entscheidende Kriterien sind hier unter anderem die Anzahl der angeschlossenen Einwohner und das zur Verfügung stehende Rückstauvolumen im Kanal.
3. Entsorgung über Sonderentwässerungsverfahren (Vakuum- und Druckentwässerung)
Die Vakuum- und Druckentwässerung wird vor allem in Wasserschutzgebieten und lockeren Siedlungsstrukturen genutzt. Die Schächte für diese Art der Entwässerung befinden sich auf den Grundstücken und haben technologisch bedingt nur eine begrenzte Aufnahmekapazität. Bei einem Stromausfall geht der Unterdruck eines Vakuumsystems relativ rasch verloren und die Entsorgung des Abwassers kann nicht mehr regelgerecht erfolgen. Auch eine Druckentwässerung hat auf Ihrem Grundstück nur relativ wenig Stauraum und ohne Strom arbeitet auch diese Anlage nicht mehr. Die Gefahr besteht, dass das Abwasser an die Oberfläche tritt und sich seinen Weg bahnt. Deshalb muss hier der Anfall des Abwassers schnellstmöglich reduziert bzw. gänzlich eingestellt werden.
Reinigung des Abwassers
Die Reinigung der unter Punkt 1, 2 und 3 entsorgten Abwässer erfolgt auf zentralen Kläranlagen. Die LWG betreibt im Auftrag ihrer Gesellschafter insgesamt neun Kläranlagen: in Cottbus, Drebkau, Kolkwitz-Klinikum, Groß Döbbern, Sergen, Klein Döbbern/Hustal, Halbe, Casel und Straupitz.
Die Kläranlage Cottbus kann dabei aufgrund der Eigenerzeugung von Biogas und der vorhandenen Blockheizkraftwerke für den Zeitraum von mehreren Stunden ohne Fremdstrom das zugeführte Abwasser reinigen.
Alle anderen zentralen Kläranlagen sind auf Fremdstrom angewiesen. Bei einem Blackout müsste die Reinigung des Abwassers eingestellt werden, wenn keine Versorgung über ein Notstromaggregat möglich ist. Die Kläranlage Straupitz verfügt über ein eigenes stationäres Notstromaggregat.
4. Kleinkläranlagen
Die auf den Grundstücken befindlichen Kleinkläranlagen sollten bei einem flächendeckenden Stromausfall durch den jeweiligen Grundstückseigentümer mittels eines Notstromaggregates weiter betrieben werden.
5. Abflusslose Sammelgruben
Die Entsorgung erfolgt durch Saugwagen.
Aber: Die Anzahl der in der LWG vorhandenen Saugwagen und auch deren Kapazität ist beschränkt. Deshalb kann bei einem flächendeckenden Stromausfall eine mobile Entsorgung von Abwasser nur in besonders schwerwiegenden Fällen erfolgen. Auch hier legen die Verantwortlichen Prioritäten fest und entscheiden je nach aktueller Lage. Außerdem ist eine Notentsorgung durch Saugwagen nur so lange möglich, wie dafür der notwendige Kraftstoff vorhanden ist.
Zusammenfassung
- Jeder Hausbesitzer ist per Satzung verpflichtet, sich vor Rückstau von Abwasser aus dem Kanal zu schützen, egal ob die Ursache dafür Starkregen oder Ausfall der Stromversorgung sind. Kontrollieren Sie deshalb unbedingt und zeitnah Ihre Rückstausicherung.
- Sollte es zu einem flächendeckenden Stromausfall kommen, muss es die oberste Maxime sein, so wenig wie möglich Abwasser zu erzeugen. Schränken Sie vor allem das Baden, Duschen, den Einsatz von Waschmaschinen und vor allem auch die Toilettenspülungen weitgehend ein.
Quelle: LWG Lausitzer Wasser GmbH & Co. KG
Abwasserentsorgung trotz Stromausfall
Bus und Bahn – Cottbusverkehr bei längerem Stromausfall
Es gilt der Fahrplan „Samstag“.
- Der Straßenbahnbetrieb wird eingestellt. Auf den Straßenbahnlinien werden Busse als Schienenersatzverkehr eingesetzt.
- Eine Anmeldung von Rufbusfahrten ist nicht erforderlich, da die Rufbusfahrten automatisch durchgeführt werden.
- Das Kundenzentrum an der Stadtpromenade und die Kundeninformation am Hauptbahnhof bleiben geschlossen.
- Da kurzfristige Ausfälle nicht ausgeschlossen werden können, bittet Cottbusverkehr die Fahrgäste, mehr Zeit für die Fahrten einzuplanen.
- Die Fahrgäste werden ohne die Kontrolle sowie den Kauf von Fahrausweisen befördert.
Ihre Cottbusverkehr GmbH
Informationen für den Fall eines länger anhaltenden, großflächigen Stromausfalls
Wo Sie im Ernstfall Hilfe finden
Cottbus/Chóśebuz richtet an ausgewählten Standorten sogenannte Katastrophenschutz-Leuchttürme ein – Anlaufstellen für die Bevölkerung, wenn Strom, Telefon oder Internet ausfallen.
Was Sie dort finden:
Alle Standorte auf der Karte
Tippen Sie auf einen Standort in der Liste – die Karte zoomt direkt dorthin. Mit „Nächsten Standort finden“ zeigt die Karte die Anlaufstelle, die Ihnen am nächsten liegt.
15 Katastrophenschutz-Leuchttürme
7 Informationspunkte (nur Infos und Notfallmeldungen)
Karte ohne Cookies und ohne externe Dienste · Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL) · „Nächsten Standort finden“ nutzt die Ortung Ihres Geräts nur im Browser, es werden keine Daten übertragen.
Wichtig zu wissen: Katastrophenschutz-Leuchttürme und Informationspunkte sind Anlaufstellen für Information, Notfallmeldung und Erste Hilfe – keine Notunterkünfte. Es gibt dort weder Duschen noch Verpflegung/Catering.
Mehr zu den Anlaufstellen
Aufgaben der Leuchttürme und Informationspunkte
- Aufnahme und Weitergabe von Informationen an die Bevölkerung
- umfassende aktuelle Informationen zur Lage
- Annahme und Weitergabe von Notfallmeldungen sowie Nicht-Notfallmeldungen
- Vorhaltung situationsrelevanter Informationen zur persönlichen Bewältigung der Krisensituation (Selbsthilfe)
- Erste Hilfe durch Ersthelfer
- Brandschutzmaßnahmen im Gebiet durch zugeordnete Feuerwehren
Katastrophenschutz-Informationspunkte (KatS-Ip): Ergänzend zu den Katastrophenschutz-Leuchttürmen wird es Katastrophenschutz-Informationspunkte geben, um flächendeckend Anlaufstellen für die Bürgerinnen und Bürger zu schaffen. Diese haben deutlich reduzierte Leistungen (nur Notfallmeldungen und Informationen).
Ausstattung der Leuchttürme
- Notstromaggregat (NSA)/Netzersatzanlage (NEA) inkl. Gebäudeeinspeisung
- mobile Dieseltankstelle (1.000 Liter) für Einsatzfahrzeuge
- Heizmöglichkeit (z. B. Heizgebläse)
- Trinkwassernotversorgung (IBC-Trinkwasserbehälter)
- Möglichkeit der Erwärmung mitgebrachter Nahrungsmittel
- Sitzgelegenheiten
- Kommunikation (KKN)
- mobile Sanitäranlagen/Toilettenkabinen
- Merkblätter/Informationsübersichten/Formulare
- Lademöglichkeiten für mobile Kommunikationsgeräte (Kabeltrommeln und Mehrfachsteckdosen)
Alle Standorte mit Postleitzahl – inklusive mobiler Standorte
15 Katastrophenschutz-Leuchttürme
- 1 · Sportlerheim VfB Döbbrick e.V.
Döbbricker Dorfstraße 65, 03054 Cottbus - 2 · Turnhalle Lutki-Grundschule Sielow
Cottbuser Straße 6A, 03055 Cottbus - 3 · Turnhalle Neu-Schmellwitz
G.-Schwela-Straße 19A, 03044 Cottbus - 4 · Turnhalle Astrid-Lindgren-Grundschule (Alt-Schmellwitz)
Am Nordrand 41, 03044 Cottbus - 5 · IKMZ der BTU Cottbus
Platz der Deutschen Einheit 2, 03044 Cottbus - 6 · Turnhalle Dissenchen am Sportplatz
Branitzer Straße 9C, 03052 Cottbus - 7 · Turnhalle Christoph-Kolumbus-Grundschule (Sandow)
Muskauer Straße 1, 03042 Cottbus - 8 · Stadthalle (Mitte)
Berliner Platz 6, 03046 Cottbus - 9 · Turnhalle Bauhausschule (Ströbitz)
August-Bebel-Straße 43, 03046 Cottbus - 10 · Turnhalle Fröbel-Grundschule (Spremberger Vorstadt)
Welzower Straße 9a, 03048 Cottbus - 11 · Lausitzer Rundschau (Spremberger Vorstadt)
Straße der Jugend 54, 03050 Cottbus - 12 · LEAG Hauptverwaltung (Spremberger Vorstadt)
Leagplatz 1, 03050 Cottbus - 13 · Soziokulturelles Zentrum (Sachsendorf)
Zielona-Gora-Straße 16, 03048 Cottbus - 14 · Gasthaus „Zur Spreeperle“ (Kiekebusch)
Turnstraße 8, 03051 Cottbus - 15 · Turnhalle Reinhard-Lakomy-Grundschule (Groß Gaglow)
Gallinchener Straße 4, 03051 Cottbus
Katastrophenschutz-Informationspunkte
- 16 · Gemeindezentrum Willmersdorf
Schulstraße 4, 03053 Cottbus - 17 · Feuerwehr-Gerätehaus Merzdorf
Merzdorfer Wiesenstraße 4 B, 03042 Cottbus - 18 · Bürgerhaus Kahren
Am Park 42, 03051 Cottbus - 19 · Jugendclub Gallinchen
Friedensplatz 6, 03051 Cottbus - 20 · Bürgerhaus Skadow
Fortunastraße 2, 03054 Cottbus - 21 · Vereinsheim Branitz
Pücklerstraße 26, 03042 Cottbus - 22 · Infozentrum am Hauptbahnhof Cottbus
Vetschauer Straße 70, 03048 Cottbus
- 23, 24 · zwei mobile Standorte
Katastrophenschutz-Leuchttürme und -Informationspunkte
Hintergrund: Das Leuchtturm-Konzept
Die Stadt Cottbus/Chóśebuz hat weitere Vorbereitungen getroffen, um bei einem möglichen Blackout oder einer Gasmangellage reagieren zu können. Die Grundzüge eines entsprechenden Konzeptes stellten Oberbürgermeister Tobias Schick und der Leiter der Leitstelle Lausitz, Ingolf Zellmann, am Mittwoch (22.02.2023) während der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung vor.
OB Tobias Schick: „Wie zuvor schon die Corona-Pandemie, so zeigen auch die Auswirkungen dieses Ukrainekrieges, dass wir uns wieder deutlich stärker auf eigene Kräfte besinnen müssen, um für Notfälle gerüstet zu sein. Zwar scheint die Gefahr einer Gasmangellage zumindest für diesen Winter weitgehend gebannt. Dennoch kann es aus unterschiedlichen Ursachen und Gründen zu einem Blackout kommen oder zu ähnlich weitreichenden Einschränkungen des gewohnten Lebens. Darauf müssen wir vorbereitet sein. Unser Ziel ist es, ein so genanntes Leuchtturm-Konzept zu erstellen. So sollen diese insgesamt 15 Leuchttürme im Stadtgebiet beispielsweise über Notstrom und Not-Wärme verfügen. Es wird dort Kommunikation möglich sein, selbst wenn wir dazu auf Handzettel zurückgreifen müssen. Man kann sich dort Essen warmmachen und findet Kontakt zu gesundheitlicher Hilfe und Betreuung. Ich denke, mit diesem Konzept sind wir gut vorbereitet, auf den Moment, der hoffentlich nicht eintreten wird.“
Kernstück des Konzeptes sind insgesamt 15 stationäre Anlaufpunkte im gesamten Stadtgebiet, in denen Bürgerinnen und Bürger im Katastrophenfall Informationen erhalten, sich aufwärmen können oder ärztliche Betreuung erfahren. Die Standorte werden aktuell nochmals überprüft, ob sie Anforderungen entsprechen und die notwendige Ausstattung u. a. mit Notstromaggregaten aufnehmen können. Zumeist handelt es sich um Turnhallen. Zu den Standorten gehören aber auch das IKMZ der BTU Cottbus-Senftenberg, die Leag-Hauptverwaltung, die Stadthalle oder das Soziokulturelle Zentrum. Hinzu kommen zwei mobile „Leuchttürme“, die bei Bedarf in der Stadt unterwegs sein werden.
Allgemeine Tipps, Informationen und Ratschläge zur privaten Vorsorge für und das Verhalten in Notfällen finden Sie auf dieser Seite.
Vortrag von Ingolf Zellmann, Feuerwehr Cottbus (aktualisiert)
Vortrag Energiekrise
Informiert bleiben
bleibt oft die einzige zuverlässige Quelle für amtliche Warnungen, wenn Internet und Mobilfunk ausfallen.
amtliche Warnungen direkt aufs Handy, solange Netz verfügbar ist. Am besten schon jetzt installieren.
ein einminütiger auf- und abschwellender Heulton bedeutet Gefahr: Radio einschalten und auf weitere Hinweise achten.
wenn Strom und Netz gleichzeitig ausfallen, sind Absprachen mit Nachbarn und Aushänge (z. B. an den Katastrophenschutz-Leuchttürmen) oft die einzige Informationsquelle.
Tipps zum Energiesparen
Die Heizung runterdrehen, aufs Vorheizen im Backofen verzichten, Wäsche an der Luft trocknen und beim Einseifen die Dusche ausmachen – schon mit ganz einfachen Mitteln können Sie viel Geld sparen und die Umwelt entlasten.
Heizen
Temperatur senken
Schon ein Grad weniger spart rund sechs Prozent Heizkosten. Die ideale Temperatur für Wohnräume liegt bei 20 Grad, im Schlafzimmer bei etwa 16 Grad. In Räumen, in denen Sie sich nicht ständig aufhalten, genügen ebenfalls 16 Grad. Im Bad gelten 23 Grad als Wohlfühltemperatur. Senken Sie nachts in allen Räumen die Temperatur ab. Halten Sie außerdem alle Heizkörper frei. Möbel oder Vorhänge hindern die warme Luft daran, sich auszubreiten. Lassen Sie im Winter bei Dunkelheit die Rollos herunter. Damit reduzieren Sie den Wärmeverlust über die Fenster um bis zu 20 Prozent.
Klauseln, die eine Mindesttemperatur in gemieteten Räumen vorsehen, werden durch eine neue Verordnung des Bundes vom 1. September bis 28. Februar vorübergehend ausgesetzt. Mieter, die Energie einsparen und die Heizung herunterdrehen wollen, dürfen dies auch tun. Eine Schädigung von Gebäuden können Sie durch entsprechendes Lüften verhindern.
Richtig lüften
Gekippte Fenster kühlen die Wände aus, Stoßlüften nach dem Motto „oft – kurz – kräftig“ sorgt dagegen für einen Luftaustausch. Lüften Sie daher lieber zwei bis drei Mal täglich für fünf bis zehn Minuten anstatt die Fenster den ganzen Tag in Kippstellung zu lassen. Bei Frost sollten Sie nicht länger als zwei bis drei Minuten lüften. Drehen Sie während des Lüftens die Heizung ab.
Verzicht auf Heizlüfter
Elektrische Heizlüfter sind wahre Stromfresser und deshalb auch unter Berücksichtigung steigender Energiepreise keine ökonomisch sinnvolle Alternative. Läuft ein Gerät mit einer Leistung von 1.500 Watt zehn Stunden am Tag, kann es bis zu 15 Kilowattstunden verbrauchen. Die Kosten betragen dann schnell mehrere Euro pro Tag.
Elektroheizungen können außerdem das Stromnetz überlasten. Heizen mehrere Haushalte gleichzeitig in einem Straßenzug, steigt die Last im Niederspannungsnetz vor Ort sprunghaft an. Die Folge kann im schlimmsten Fall eine lokale Überlastung und damit einhergehend eine lokale Versorgungsunterbrechung sein. Heizlüfter können zudem die individuelle elektrische Haus- und Wohnungsinstallation bei vermehrtem Einsatz überlasten.
Strom
Kochen mit Deckel
Verwenden Sie für Töpfe und Pfannen Deckel, so geht weniger Energie verloren. Sie senken damit den Stromverbrauch um bis zu zwei Drittel. Kochen Sie außerdem auf den passenden Herdplatten. Schalten Sie den Regler rechtzeitig zurück oder ab und nutzen Sie die Restwärme. Für den Herd gibt es kein EU-Label. Dennoch lohnt sich beim Neukauf ein Blick auf den Energieverbrauch. Ein Glaskeramik-Kochfeld ist energieeffizienter als gusseiserne Platten.
Wasser im Wasserkocher erhitzen
Verwenden Sie zum Erhitzen von kleinen Mengen Wasser den Wasserkocher. Er ist effizienter als ein Elektroherd. Wichtig dabei ist aber: Füllen Sie nur so viel Wasser in den Wasserkocher, wie Sie benötigen. Jeder Liter unnötig erhitztes Wasser kostet Energie.
Backen ohne Vorheizen
Beim Backen ist ein Vorheizen des Backofens in den seltensten Fällen nötig. Öffnen Sie die Backofentür nicht öfter als notwendig. Schalten Sie den Ofen zehn Minuten vor Ende der Garzeit aus und nutzen Sie die Restwärme. Braten Sie nur größere Fleischstücke (mindestens ein Kilogramm) im Backofen, kleinere Stücke im Topf auf der Herdplatte.
Standby-Modus abschalten
Das rote Lämpchen leuchtet noch am Fernseher? Dann ist das Gerät im Standby-Modus und verbraucht unnötig Strom. Bei Geräten ohne richtigen Ein- und Ausschalter können Sie eine schaltbare Steckdosenleiste verwenden oder den Netzstecker ziehen.
Stromsparen im Badezimmer
Benutzen Sie den Föhn so wenig wie möglich, er ist ein großer Stromfresser. Im Sommer können Sie die Haare an der Luft trocknen lassen. Falls Sie eine elektrische Zahnbürste haben, stellen Sie die Zahnbürste nur einmal pro Woche auf die Ladestation.
Alte Glühlampen austauschen
Herkömmliche Glühlampen verschwenden Energie: 95 Prozent des Stroms verpuffen als Wärme. Bis zu 80 Prozent Kosten können Sie einsparen, wenn Sie Energiesparlampen oder noch besser LED-Lampen verwenden. Um beispielsweise eine alte Glühlampe mit 60 Watt zu ersetzen, benötigen Sie eine Energiesparlampe mit nur elf Watt für die gleiche Lichtmenge. Die Lebensdauer von LED- und Energiesparlampen liegt um ein Vielfaches höher als bei Glühlampen. Bringen Sie Lampen nur dort an, wo das Licht tatsächlich benötigt wird, und lassen Sie das Licht nicht unnötig brennen.
Wohnung ohne Klimaanlage kühlen
Halten Sie bei Hitze tagsüber die Fenster und Türen geschlossen und lassen Sie Rollos herunter. Öffnen Sie Fenster und Türen erst, wenn es draußen kühler ist als innen – in den Sommermonaten also am späten Abend oder nachts. Mehrere geöffnete Fenster sorgen dann für Durchzug und Abkühlung. Weitere Kühlung erhalten Sie, wenn Sie tagsüber feuchte Tücher entweder vor das Fenster oder auf einen Wäscheständer aufhängen.
Kühlschrank-Temperatur einstellen
+7 Grad für den Kühlschrank und −18 Grad für das Gefriergerät reichen vollkommen aus, um Lebensmittel zu kühlen. Vermeiden Sie unnötiges Öffnen und stellen Sie keine warmen Speisen hinein. Tauen Sie das Gefrierfach ab, sobald die Eisschicht einen Zentimeter beträgt. Stellen Sie den Kühlschrank nicht neben Geräte, die Wärme abstrahlen. Halten Sie das Lüftungsgitter frei.
Kühlschränke werden mit dem EU-Label zur Kennzeichnung des Energieverbrauchs ausgezeichnet. Diese Angaben helfen Ihnen dabei, ein energieeffizientes Gerät zu finden. Ein alter Kühlschrank ist ein richtiger Stromfresser: Rund 45 Prozent können Sie mit einem A++-Gerät gegenüber einem A-Gerät sparen. Übrigens lohnt sich eine Neuanschaffung bereits nach rund zehn Jahren und zwar auch dann, wenn Ihr altes Gerät noch funktioniert hat.
Waschen bei niedriger Temperatur
Dass die Waschmaschine nicht halbvoll laufen sollte, ist nicht neu. Aber es gibt noch mehr, auf das man beim Waschen achten kann: Statt 60 Grad reichen meist auch 40 Grad aus, mit kaltaktiven Waschmitteln sogar noch weniger. Ein Waschgang bei 40 Grad bringt dabei im Vergleich zu 60 Grad etwa 50 Prozent Energieeinsparung. Verzichten Sie außerdem auf die Vorwäsche und den Trockner. Setzen Sie die Vorwäsche nur bei extrem verschmutzter Wäsche ein, nutzen Sie bei leicht verschmutzter Wäsche das Kurzwaschprogramm. Trocknen Sie Ihre Wäsche auf der Wäscheleine anstatt im Trockner. Gut geschleuderte Wäsche trocknet schneller.
Geräte mit Energielabel kaufen
Achten Sie beim Gerätekauf auf das EU-Energielabel. Die Energieeffizienzklasse A steht für den sparsamsten Verbrauch. Aber auch bei sparsamen Elektrogeräten gilt: Je größer das Gerät, desto höher in der Regel der Stromverbrauch. Fragen Sie sich also: Benötigen Sie das Gerät in dieser Größe?
Seit 1. März gibt es ein neues EU-Energielabel mit einer Skala von A bis G. Die Kategorien A++ und A+ entfallen. Neu ist ein QR-Code mit weiteren Informationen zur Energieeffizienz des Produkts. Das Label wird schrittweise eingeführt. Bereits mit dem neuen Label versehen sind Kühl- und Gefriergeräte, Geschirrspüler, Waschmaschinen, Trockner und elektronische Displays. Zum 1. September folgen Leuchtmittel. Bis 2030 sollen alle Produktgruppen auf das neue Label umgestellt sein.
Akkus statt Batterien
Die Energiebilanz ist bei Akkus um ein Vielfaches geringer als bei Batterien. Die Anschaffung von Ladegerät und Akkus lohnt sich bereits nach etwa zehn Ladezyklen. In der Regel können Akkus einige hundertmal wieder aufgeladen werden. Es empfiehlt sich die Anschaffung eines Universal-Ladegeräts für unterschiedliche Akkutypen.
Wechsel auf Ökostrom
Setzen Sie auf die Energiequellen der Zukunft und wechseln Sie zu Ökostrom aus erneuerbaren Energien wie Wind, Wasser, Sonnenenergie, Erdwärme und nachhaltig gewonnener Biomasse. Der Stromwechsel ist in ganz Deutschland für alle Haushalte und Unternehmen möglich. Die CO2-Emissionen für Ökostrom betragen nur etwa 40 Gramm je Kilowattstunde, normaler Strom verursacht über 600 Gramm. Wichtig bei der Auswahl des Anbieters: Das „ok-power“-Label oder das „Grüner Strom“-Label stellen sicher, dass der Anbieter den Ausbau erneuerbarer Energien fördert.
Wasser
Duschen statt Baden
Ein Vollbad benötigt etwa dreimal so viel Energie wie eine Dusche. Stellen Sie die Temperatur an elektrischen Durchlauferhitzern so ein, dass nahezu kein Kaltwasser mehr beigemischt werden muss. Duschen Sie möglichst kurz und stellen Sie das Wasser beim Einseifen ab.
Duschkopf ersetzen
Durch einen Standard-Duschkopf rauschen mehr als 20 Liter Wasser pro Minute, sodass nach etwa sieben Minuten genauso viel Wasser und Energie verbraucht wurden wie bei einem Vollbad. Ein Wassersparduschkopf oder ein eingebauter Durchflussbegrenzer senken den Verbrauch um bis zu 50 Prozent.
Sparspüler im WC
Statten Sie die Toilette mit einem Sparspüler aus. Damit verbrauchen Sie pro Jahr und Person bis zu 6.500 Liter Wasser weniger.
Wasserhahn reparieren
Reparieren Sie einen tropfenden Wasserhahn sofort. Ein Tropfen pro Sekunde bedeutet rund 7.000 Liter Wasserverlust im Jahr.
Geschirr richtig spülen
Geschirr nicht unter fließendem warmem Wasser abspülen. Besser im Spülbecken oder in einer Schüssel abspülen, anschließend mit kaltem Wasser nachspülen. Eine Spülmaschine ist dann sparsamer als die Handwäsche, wenn sie voll beladen ist und eine möglichst niedrige Spültemperatur gewählt wird. Ein Vorspülen des Geschirrs unter fließendem Wasser ist übrigens nicht notwendig.
Im Garten Regenwasser nutzen
Stellen Sie zum Sammeln von Regenwasser im Garten Regentonnen auf oder installieren Sie eine Zisterne. Wässern Sie Ihre Pflanzen nur, wenn es wirklich notwendig ist. Wässern Sie möglichst in den frühen Morgenstunden oder spätabends, wenn es kühl ist, da sonst ein großer Teil des Gießwassers in der Sonne verdunstet.
Mobilität
Auto stehen lassen
Autofahren ist umweltbelastend und im Stadt- und Berufsverkehr vor allem anstrengend. Legen Sie kurze Strecken mit dem Fahrrad statt dem Auto zurück und benutzen Sie bei längeren Strecken öffentliche Verkehrsmittel. Im Stadtverkehr sind Sie mit dem Rad häufig schneller am Ziel und ersparen sich die zeitraubende Parkplatzsuche.
Autos in der Waschanlage waschen
Waschen Sie Ihr Auto in der Waschanlage anstatt zu Hause. Waschanlagen verbrauchen die Hälfte der Wassermenge, die Sie bei einer manuellen Autowäsche benötigen.
Quelle: nuernberg.de
Kritische Infrastrukturen (KRITIS)
Kritische Infrastrukturen (KRITIS) sind Organisationen oder Einrichtungen mit wichtiger Bedeutung für das staatliche Gemeinwesen, bei deren Ausfall oder Beeinträchtigung nachhaltig wirkende Versorgungsengpässe, erhebliche Störungen der öffentlichen Sicherheit oder andere dramatische Folgen eintreten würden.
Die Stadt Cottbus/Chóśebuz bereitet sich auf eine mögliche schwierigere Versorgungslage mit Gas und Strom vor. Energie, vor allem Gas, muss eingespart werden, um damit einen Beitrag zur Versorgungssicherheit für die Heizperiode zu erbringen. Da ein Teil des Stroms ebenfalls aus Gas erzeugt wird, ist auch Stromsparen geboten. Die Wärmeversorgung der Haushalte ist kraft Gesetz gesichert und nach aktuellem Wissensstand von Maßnahmen nicht konkret betroffen. Im Fokus stehen Strom- und Gas-Großkunden.
Downloads und Formulare
Alle Broschüren, Merkblätter und Formulare zum Herunterladen und Ausdrucken. Tipp: Drucken Sie wichtige Unterlagen vorab aus – bei Stromausfall ist das Internet oft nicht erreichbar.
Broschüren und Ratgeber
Broschüre Selbst.Sicher
Flyer Brand- und Katastrophenschutz
Vorsorgen für Krisen und Katastrophen
Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen
Notfallmeldung im Katastrophenfall – Formulare (Deutsch/Englisch)
Notfallmeldung im Katastrophenfall (A4)
Emergency notification
Notfallmeldung im Katastrophenfall (A5)
Emergency notification
Merkblätter
Stromversorgung bei einem flächendeckenden, mehrstündigen Stromausfall
Gasversorgung bei einem flächendeckenden, mehrstündigen Ausfall
Merkblatt zum Thema Trink- und Abwasser bei einem flächendeckenden mehrstündigen Stromausfall
Trinkwasser trotz Stromausfall
Abwasserentsorgung trotz Stromausfall
Informationen für den Fall eines länger anhaltenden, großflächigen Stromausfalls
Katastrophenschutz-Leuchttürme und -Informationspunkte
Vortrag Energiekrise
Mitmachen! Vorsorge ist keine Einzelaufgabe
In Cottbus/Chóśebuz engagieren sich schon heute viele Menschen ehrenamtlich für den Schutz der Bevölkerung. Hier finden Sie Anlaufstellen, wenn auch Sie helfen wollen.
Sie wollen im Krisen- oder Katastrophenfall spontan helfen?
Dann melden Sie sich als Freiwilliger. In Krisen- und Katastrophenfällen finden Sie die Informationen dazu hier auf dieser Seite – auch erreichbar über cottbus.de/krisenhilfe.
Die Stadtverwaltung koordiniert über diese Seite dann alle Spontanhelfer und wird sie nach ihren Fähigkeiten am besten einsetzen.
In den Stadtteilen Sachsendorf, Ströbitz, Neu-Schmellwitz und Sandow gibt es ein Stadtteilmanagement (STM). Hier erhalten Sie ebenfalls Informationen rund um Vorsorge und Nachbarschaftshilfe.
Stadtteilmanagement Sachsendorf: 0176 12606826
Stadtteilmanagement Ströbitz: 0151 4263 99 79
Stadtteilmanagement Sandow: 01575 8096 179
Stadtteilmanagement Neu-Schmellwitz: 0152 52312543
Wir retten die Lausitz! – mit KATRETTER
Die kostenlose KATRETTER-App bringt Ersthelfer schnell zu Menschen in lebensbedrohlichen Notfällen.
Wer mindestens 18 Jahre alt ist und sich Erste Hilfe zutraut, kann sich als Ersthelfer registrieren.
Bei einem Herzstillstand oder einer Bewusstlosigkeit alarmiert die Leitstelle Helfer, die sich gerade in der Nähe befinden.
Die App führt den Helfer direkt zum Einsatzort. So kann wichtige Erste Hilfe schon beginnen, bevor der Rettungsdienst eintrifft. Je mehr Menschen in Cottbus mitmachen, desto größer ist die Chance auf schnelle Hilfe in der Nähe.
Einfach KATRETTER im App Store oder bei Google Play herunterladen, registrieren und mithelfen, Leben zu retten.
Herausgeber der Broschüre „Selbst.Sicher!“: Stadt Cottbus/Chóśebuz, Der Oberbürgermeister, Neumarkt 5, 03046 Cottbus