Mit einer gezielten Schwerpunktwoche hat die Stadt Cottbus/Chóśebuz vom 29.06. bis 03.07.2026 die Geschwindigkeitsüberwachung im Umfeld von Kindertagesstätten intensiviert. Ziel der Aktion war es, die Verkehrssicherheit für die jüngsten und zugleich schwächsten Verkehrsteilnehmer zu erhöhen sowie das Bewusstsein für die besonderen Gefahren im Bereich von Kindertagesstätten zu schärfen.
Im Verlauf der Aktionswoche waren die Mitarbeiter der Verkehrsüberwachung insgesamt rund 70 Stunden vor Kindertagesstätten im Einsatz. Dabei wurden 14.295 Fahrzeuge kontrolliert. 657 Fahrzeugführerinnen und Fahrzeugführer überschritten die zulässige Höchstgeschwindigkeit. Dies entspricht einer Beanstandungsquote von 4,6 Prozent. Anders ausgedrückt: Rund 95 Prozent aller kontrollierten Verkehrsteilnehmer hielten sich an die vorgeschriebene Geschwindigkeit.
Dennoch wurden auch erhebliche Verstöße festgestellt. Die höchste gemessene Geschwindigkeit lag bei 64 km/h in einem auf 30 km/h begrenzten Bereich vor einer Kindertagesstätte in der Ewald-Haase-Straße. Für diesen Verstoß sieht der bundeseinheitliche Bußgeldkatalog ein Bußgeld von 288,50 Euro, zwei Punkte im Fahreignungsregister sowie ein Monat Fahrverbot vor. Begangen wurde der Verstoß von einem Cottbuser Fahrzeugführer.
Manuel Helbig, Fachbereichsleiter Ordnung und Sicherheit: „Die Ergebnisse zeigen, dass sich die große Mehrheit der Verkehrsteilnehmer verantwortungsbewusst verhält. Gleichzeitig machen die festgestellten Verstöße deutlich, dass Geschwindigkeitskontrollen vor Kindertagesstätten weiterhin notwendig sind. Gerade dort, wo Kinder unterwegs sind, kann bereits ein geringer Geschwindigkeitsunterschied entscheidend sein und im Ernstfall Leben retten oder auch zerstören.“
Die Schwerpunktwoche war Teil der kontinuierlichen Bemühungen der Stadt, die Verkehrssicherheit im Umfeld von Bildungs- und Betreuungseinrichtungen nachhaltig zu verbessern. Dabei geht es nicht allein um die Ahndung von Verstößen, sondern vor allem um Prävention und Sensibilisierung.
Bereits zu Beginn der Sommerferien richtet sich der Fokus auf den Schulanfang. Mit dem Start des neuen Schuljahres werden erneut zahlreiche Maßnahmen zur Schulwegsicherung umgesetzt.
Zu den bereits durch die Stadtverwaltung Cottbus/Chóśebuz kommunizierten baulichen Verbesserungen gehören unter anderem:
- die Einrichtung eines neuen Fußgängerüberwegs in der Leipziger Straße,
- die Verbesserung der Gehwegsituation im Schmellwitzer Weg,
- bauliche Verbesserungen für den Radverkehr in der Drebkauer Straße
Ergänzt werden diese Maßnahmen durch die bewährten Aktionen zum Schulanfang. Dazu zählen der Einsatz von Dialogdisplays vor Grundschulen zur Anzeige der gefahrenen Geschwindigkeit, verstärkte Kontrollen des ruhenden und fließenden Verkehrs, intensive Öffentlichkeitsarbeit sowie die Befahrung der Schulwege und die Kontrolle ihrer Verkehrssicherheit.
Bereits zum 14.04.2026 wurde zudem auf der Ortsverbindung zwischen Merzdorf und Dissenchen eine zeitlich begrenzte Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 km/h eingeführt. Diese gilt montags bis freitags in der Zeit von 7:00 bis 8:00 Uhr bzw. von 12:00 bis 17:00 Uhr und trägt insbesondere zu den Bring- und Abholzeiten sowie den Schulwegzeiten zu einer höheren Verkehrssicherheit bei.
Manuel Helbig: „Verkehrssicherheit ist eine Daueraufgabe. Mit den baulichen Maßnahmen, den Kontrollen und der Aufklärungsarbeit verfolgen wir das gemeinsame Ziel, insbesondere Kindern einen sicheren Weg zur Kita und zur Schule zu ermöglichen. Wir appellieren daher an alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer, gerade im Umfeld von Kindertagesstätten und Schulen aufmerksam, rücksichtsvoll und mit angepasster Geschwindigkeit unterwegs zu sein.“