Die Kinder- und Jugendbeauftragte, die Gleichstellungsbeauftragte sowie der Beauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderungen der Stadt Cottbus/Chóśebuz haben eine gemeinsame Stellungnahme zum Positionspapier der Bundesarbeitsgemeinschaft Allgemeiner Sozialer Dienst (BAG ASD) veröffentlicht.
Das Positionspapier wurde am 3. März 2026 im Jugendhilfeausschuss der Stadt Cottbus/Chóśebuz durch Herrn Raab von der Jugendhilfe Cottbus e.V. eingebracht und dort diskutiert. Vor diesem Hintergrund haben die Beauftragten zentrale Aspekte der aktuellen Herausforderungen in der Kinder- und Jugendhilfe aufgegriffen und in einer gemeinsamen Stellungnahme eingeordnet.
Aus Sicht der Beauftragten steht die Kinder- und Jugendhilfe vor wachsenden Herausforderungen. Steigende soziale Belastungen von Familien, zunehmende Anforderungen an Unterstützungsangebote sowie ein anhaltender Fachkräftemangel sind Entwicklungen, die auch auf kommunaler Ebene deutlich spürbar sind.
Besonders Kinder und Jugendliche mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen sind auf funktionierende Unterstützungsstrukturen angewiesen. Eine inklusive Kinder- und Jugendhilfe, die Barrieren abbaut und gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht, ist daher ein wichtiger Bestandteil einer solidarischen und demokratischen Gesellschaft.
Gleichzeitig trägt eine leistungsfähige Kinder- und Jugendhilfe wesentlich zur Gleichstellung von Frauen und Männern bei. Verlässliche Unterstützungsstrukturen sind eine wichtige Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe, wirtschaftliche Eigenständigkeit und Chancengleichheit.
Die Beauftragten unterstützen daher die zentralen Anliegen des Positionspapiers zur Stärkung der Kinder- und Jugendhilfe. Dazu gehören insbesondere eine nachhaltige Verbesserung der personellen Ausstattung, der Ausbau präventiver Unterstützungsangebote für Familien sowie eine verlässliche finanzielle Ausstattung der Kommunen.
Die Beauftragten empfehlen, dass sich der Jugendhilfeausschuss sowie die Träger der Kinder- und Jugendhilfe in Cottbus vertieft mit den Inhalten des Positionspapiers befassen und daraus mögliche Schlussfolgerungen für die Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendhilfe vor Ort ableiten.
„Eine starke Kinder- und Jugendhilfe ist eine Investition in soziale Gerechtigkeit, Inklusion und die Zukunft unserer Gesellschaft“, betonen die Beauftragten.