Vortrag über Martin Weise
Martin Weise (1605–1693) ist ein berühmter Sohn Lübbens, dazu Zeitgenosse und Freund der Familie von Paul Gerhardt. Er wurde 1605 in Lübben als Sohn eines Ratsherren geboren, studierte Medizin und wurde bald ein hoch angesehener Arzt, der als Leibarzt am Berliner Hof für drei Generationen von Kurfürsten wirkte.
Im Wappensaal Schloss Lübben wird in zwei Vorträgen sein Leben vorgestellt. Zuerst spricht die Medizinhistorikerin Prof. Dr. Sabine Schlegelmilch, Würzburg, über seinen Lebensweg und sein Wirken als oberster Mediziner des Kurfürstentums Brandenburg.
Im Anschluss daran geht Susanne Weichenhan, Vorstandsmitglied der Paul-Gerhardt-Gesellschaft, näher auf die freundschaftlichen Verbindungen zwischen Martin Weise und Paul Gerhardt und ihren Familien ein: So stand man gegenseitig Pate, und Weise behandelte die schwer erkrankte Ehefrau Gerhardts.
Der Arzt schaltete sich auch in den Konfessionskonflikt zwischen dem calvinistischen Kurfürsten Friedrich Wilhelm und den Lutheranern ein; dazu wird ein bisher unveröffentlichtes historisches Dokument präsentiert, in dem Weise im Hintergrund Fäden spinnt …
Eine Veranstaltung im Paul-Gerhardt-Gedenkjahr 2026.
Weitere Informationen:
Jahresprogramm 2026