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Ausstellung

Schulveranstaltung: „Ich bin mir selber fremd geworden. Stimmen aus dem Frauenzuchthaus Hoheneck (DDR)“

📅 01.10.2026 🕐 10:30 Uhr 📍 Menschenrechtszentrum Cottbus e.V. - Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus, Cottbus

Performatives Konzert und Zeitzeuginnengespräch 

Das Frauengefängnis Hoheneck ist ein Sinnbild politischer Verfolgung in der DDR: mit drakonischen, menschenrechtswidrigen Strafmaßnahmen, unwürdigen Haftbedingungen und Zwangsarbeit versuchte der DDR-Machtapparat in vielen tausend Fällen, politische Gegnerinnen zu brechen. Eine außergewöhnliche Performance aus Zeitgenössischer Musik, Choreografie und Licht, konzipiert vom MusikTheater-Kollektiv Schatz & Schande und dem Ensemble Neue Kammer, sucht die künstlerische Auseinandersetzung mit diesen Verbrechen. 

Begleitend besteht die Möglichkeit zum Besuch der Fotoausstellung „Die Frauen von Hoheneck. Fotografien von Dirk Vogel“ im 1. OG des Hauptgebäudes.

Unter dem Titel „Ich bin mir selber fremd geworden“ rücken Gedichte ins Zentrum, die von inhaftierten Frauen während ihrer Zeit in Hoheneck verfasst und 2024 vom Komponisten Philipp Rücker vertont wurden. In vielfältiger Gestalt aus Stimmen und Streichinstrumenten treten die Gedichte in Dialog mit einer Lichtinstallation, die die Farblosigkeit, Enge und Monotonie des vergitterten Alltags plastisch werden lässt.

Im Anschluss an jede Vorstellung gibt es ein moderiertes Zeitzeuginnen-Gespräch mit ehemaligen Insassinnen Hohenecks, das einen wesentlichen, persönlichen Zugang ermöglicht und auch dem Publikum Raum gibt, Fragen zu stellen und das Gespräch zu suchen.

Was entsteht, ist eine gewagte, neuartige Form innerhalb der Erinnerungskultur: Die Künstlerinnen und Künstler machen die beklemmende Gefangenschaft in Hoheneck mit Augen und Ohren greifbar, vermitteln eindringlich eine Ahnung von Ohnmacht und Gewalt – und errichten den inhaftierten Frauen aus ihren eigenen Worten ein machtvolles Denkmal. Mit dieser Produktion soll gezielt Bildungsarbeit betrieben werden, um besonders auch junge Menschen für das Unrecht der DDR-Regimes und den Wert der Demokratie zu sensibilisieren. Daher werden an allen Veranstaltungsorten sowohl öffentliche Abendvorstellungen, als auch Vorstellungen für Schulklassen gegeben.

Die Veranstaltungen werden realisiert mit Mittel der:
Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Kulturstiftung des Freistattes Sachsen
Stadt Leipzig, Kulturamt
Stiftung Orte der Deutschen Demokratiegeschichte
Beauftragten des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur (LAkD) (angefragt)

Weitere Informationen:
Mehr Informationen zur Ausstellung
Mehr Informationen zu "Schatz und Schande"

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