Offene Probe des Schauspiels: Der Frieden
Regieteam und Ensemble geben einen exklusiven Einblick in die Probenarbeit …
DER FRIEDEN
Von Peter Hacks
Der Frieden – das Wort des Jahres, des Jahrzehnts, des Jahrhunderts? Oder gar das wichtigste Wort in unserem Vokabular überhaupt? Bei dem streitbaren und scharfsinnigen Peter Hacks (1928–2003) wird der Stoff von Aristophanes zu einer philosophischen Komödie, in der nicht nur Figuren, sondern auch Gedanken und Begriffe in lustige Lagen geraten können. Der Frieden ist bei Hacks nicht nur erreichbar, sondern geradezu zum Greifen nah und deswegen ist die Lage der Menschheit manchmal sehr düster, jedoch nie hoffnungslos.
Christina Friedrich, Regisseurin: „Es ist Krieg. Ruft der Chorführer. Land um Land. Stadt um Stadt. Mensch um Mensch wird zermalmt. Der Krieg und seine Freunde, die Waffenhändler, arbeiten unermüdlich an der Vernichtung der Städte. Sie haben keinen anderen Plan. Die Antike reicht in die Gegenwart. Die Götter haben die Erde verlassen. Sie haben die Friedensgöttin in einen Brunnen gesperrt. So kann sie keinen Frieden anrichten. Nur mit einem haben sie nicht gerechnet. Trygaios, der rebellische Weinbauer macht sich auf den Weg zu den Göttern. Er kann diese Welt so nicht hinnehmen, er muss sie verändern. Auf dem Rücken eines Mistkäfers macht er sich auf den Weg zu Zeus. Er muss den Frieden wiederherstellen und die Göttin befreien. Das wird ein großes Abenteuer. Der Chor sieht alles, er lernt den Krieg und seine Freunde kennen, Trygaios befreit den Frieden und feiert ein Fest, mit denjenigen, die an das Leben glauben. Die Cottbuser Musikspatzen begleiten diese Reise von Trygaios, dessen Taten so notwendig sind. Eine Komödie, die in Freude endet und eine Zeit heraufbeschwört, die vor und hinter uns liegt“.
Weitere Informationen:
Website Staatstheater Cottbus