Zum Inhalt springen
Sorbisch-Übersetzung via Sotra: Erstübersetzung dauert 1–2 Min. (Limit bei Überlänge)
  1. Startseite
  2. /
  3. Veranstaltungen
  4. /
  5. Medusa. Nachdenken m...
Theater / Tanz / Kabarett

Medusa. Nachdenken mit Christa Wolf

📅 10.12.2026 🕐 19:30 Uhr 📍 neue Bühne Senftenberg, Senftenberg
© neue Bühne Senftenberg

Medusa erfährt sexuelle Gewalt durch Poseidon. Das Unheil eskaliert, als ihre Vor­ge­setz­te Athene sie für das Erlebte bestraft und entstellt: Schlan­gen­haar, bleckende Zähne und eine her­aus­ge­streck­te Zunge. Doch Medusas Wut wird zur Kraft, die jeden zu Stein erstarren lässt, der ihr in die Augen blickt. Ihre monströse Ver­wand­lung stellt alle Schön­heits­idea­le infrage und wird zum Aus­gangs­punkt einer Selbst­er­mäch­ti­gung. 

Christa Wolf widmete sich mit Kassandra und Medea zwei my­tho­lo­gi­schen Frau­en­fi­gu­ren, doch das Buch über Medusa blieb un­ge­schrie­ben. Re­gis­seu­rin und Autorin Paula Thielecke greift diesen Faden auf und verbindet Medusas Ge­schich­te mit dem Leben und Denken der berühmten Schrift­stel­le­rin. In Christa Wolfs Datsche, wo sie sich mit Freun­din­nen trifft, prallen antiker Mythos, fe­mi­nis­ti­sches Schreiben und die Ab­sur­di­tä­ten des Alltags auf­ein­an­der. Zwischen Ge­sprä­chen über Apfelmost, Käse und So­zia­lis­mus wird die Ge­schich­te der sa­gen­um­wo­be­nen Medusa neu erzählt.

Auf der Bühne begegnen Frauen un­ter­schied­li­cher Ge­ne­ra­tio­nen dem Mythos und der Autorin Christa Wolf. Dabei verbinden sich ihre Ge­schich­ten mit Live-Musik vom Plat­ten­spie­ler, elek­tro­ni­schen Klängen und dem eigens kom­po­nier­ten Ex­pe­ri­men­tal-Pop von Jon Darc. Wie prägen per­sön­li­che Er­fah­run­gen und po­li­ti­sche Über­zeu­gun­gen unsere Le­bens­we­ge? Und wie ver­än­der­bar ist die eigene Haltung zur Welt?

Die Pro­duk­ti­on wird filmisch begleitet von Re­gis­seu­rin und Grimme-Preis­trä­ge­rin Sabine Michel und Teil ihres künst­le­ri­schen Do­ku­men­tar­films über die „Jahr­hun­dert­frau“ (AT) Christa Wolf. Auf der Bühne begegnen sich Spie­le­rin­nen des Ensembles und Stu­den­tin­nen der Berliner Hoch­schu­le für Schau­spiel­kunst Ernst Busch. 

Am 10. Dezember zeigen wir die In­sze­nie­rung als Abschluss der Orange Days. Die UN-Kampagne setzt vom 25. November bis 10. Dezember ein welt­wei­tes Zeichen gegen Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Öf­fent­li­che Gebäude werden deshalb orange an­ge­leuch­tet – als Symbol für eine Zukunft ohne Angst und Un­ter­drü­ckung. Wir schließen uns dieser Aktion an und werden in diesem Zeitraum unseren Büh­nen­turm orange er­strah­len lassen und damit 
den Blick auf pa­tri­ar­cha­le Macht­struk­tu­ren lenken. „Medusa. Nach­den­ken über Christa Wolf” greift dieses Thema auf, denn in Paula Thiel­eckes Stück­ent­wick­lung wird der antike Medusa-Mythos mit Christa Wolf neu befragt: Medusa – einst das Opfer, dann zum Monster erklärt – steht für eine Täter-Opfer-Umkehr, die Frauen bis heute erfahren. Ein ein­dring­li­cher Thea­ter­abend über ge­schlechts­spe­zi­fi­sche Gewalt und Femizide, über Macht und Befreiung.

Weitere Informationen:
https://www.theater-senftenberg.de/inszenierung/medusa-nachdenken-mit-christa-wolf

🗺

Veranstaltungsort

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von OpenStreetMap. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Weitere Informationen
🔗

Veranstaltung teilen