Ist denn der Weg so weit? – PREMIERE einer Theaterkomödie über einen nutzlosen Prinzen und eine zweifelnde Prinzessin im Königreich Cottbus
Eine selbst entwickelte Inszenierung nach Georg Büchners „Leonce und Lena“ im Rahmen des geförderten Projekts „Wer bewegt die Stadt?“
Was sie nicht wollen, wissen Prinz Leonce und Prinzessin Lena auf jeden Fall: heiraten – und damit über das Königreich Cottbus herrschen zu müssen. Eine Zukunft, die andere für sie geplant haben, ohne Freiheit, Selbstbestimmung oder echte Verbindung.
Schon lange wartet König Peter von Cottbus darauf, die Regierungsgeschäfte an seinen Sohn Leonce zu übergeben – um sich ganz seinen außergewöhnlich klugen Gedanken widmen zu können. Denn die Anliegen seines Volkes halten ihn nur davon ab. Doch sowohl Leonce als auch Lena sträuben sich vor ihrem Schicksal – nehmen sie es endlich selbst in die Hand?
Ausgehend von Georg Büchners Léonce und Lena entwickelte ein altersgemischtes Ensemble im Rahmen des Theaterprojekts „Wer bewegt die Stadt?“ eine eigene Inszenierung. In 5 Monaten gemeinsamer Probenarbeit und unter der Spielleitung von Karoline Leder entstand der Theaterabend „Ist denn der Weg so weit?“, der Fragen nach Verantwortung, Freiheit und Zusammenleben in den Mittelpunkt stellt.
Wie kann Beteiligung in einer Stadt funktionieren? Wer übernimmt Verantwortung? Und wie viel Führung brauchen wir eigentlich – von anderen und von uns selbst? Das Besondere dabei: Beteiligung ist nicht nur Thema, sondern Methode. Mithilfe des „Veto-Prinzips“ und dem „Theatralen Mischpult“ wurden alle Ensemble-Mitglieder zu Regisseur:innen und Co-Autor:innen.
Zwischen Komödie, Satire und Gesellschaftskritik lädt die Inszenierung dazu ein, über die eigene Rolle in einer Gemeinschaft – und in Cottbus nachzudenken.
Außerdem bietet sich dem Publikum eine seltene Gelegenheit: König Peter von Cottbus wird sich ein letztes Mal den Fragen seiner Bürgerinnen und Bürger stellen. Wer seine Antworten hören möchte, sollte diese Audienz nicht verpassen.
Es spielen: Lisann Drews, Cindy Stubenhöfer, Marie Papsdorf, Anne Weißbach, Tina Wilke, Valerian Samborski, Robert Urban, Maik Stahr, Zura Khoker,
Spielleitung: Karoline Leder; Co-Spielleitung: Katharina Riedel
Gefördert durch die Kulturförderung der Stadt Cottbus/Chóśebuz