ConflictA-Talk: Erinnerung an Krieg und Frieden an der deutsch-polnischen Grenze (online)
Gibt es in deiner Familie jemanden, der den Zweiten Weltkrieg direkt oder indirekt miterlebt hat? Welche Geschichten wurden über diese Zeit erzählt? Und was vielleicht genauso wichtig ist: Worüber wurde nicht gesprochen?
Ein Krieg endet nicht einfach, wenn die Kämpfe aufhören. Erfahrungen von Gewalt, Vertreibung, Verlust und politischen Umbrüchen können über Generationen hinweg präsent bleiben – in Geschichten, im Schweigen, an Orten, in Familienerinnerungen und in öffentlichen Erzählungen. Was Gesellschaften in Erinnerung behalten, was sie vergessen und was sie an den Rand drängen, prägt auch heute noch, wie sie sich selbst und einander verstehen.
Im Mittelpunkt dieses ConflictA Talks steht die Erinnerung an Krieg und Frieden an der deutsch-polnischen Grenze im Zeitraum von 1933 bis heute. Wir freuen uns sehr, die Historikern PD Dr. Agnieszka Pufelska für einen Impulsvortrag gewinnen zu können. Gemeinsam mit ihr werden wir der Frage nachgehen, wie der Nationalsozialismus, der Zweite Weltkrieg, seine Nachwirkungen und die geteilte Nachkriegsordnung weiterhin in den deutsch-polnischen Beziehungen und im kollektiven Gedächtnis nachwirken. Sie forscht zur Geschichte der deutsch-polnischen Beziehungen am Nordost-Institut (IKGN e.V.) in Lüneburg. Das IKGN ist eine kulturwissenschaftliche Forschungseinrichtung und kooperiert als „An-Institut“ mit der Universität Hamburg.
Der ConflictA Talk findet im Rahmen des Forschungsprojekts Krieg und Frieden in der kollektiven Erinnerung statt.
Anmeldung: https://www.conflict-a.de/event/conflicta-talk-erinnerung-an-krieg-und-frieden-an-der-deutsch-polnischen-grenze-wspomnienia-o-wojnie-i-pokoju-na-granicy-niemiecko-polskiej/