Bau-Influencerin Cindy-Adriana Speich liest im Forster Museum
Eine junge Frau saniert ihr Haus und alle Männer flippen aus. Kurz nach dem Kauf ihres sanierungsbedürftigen Hauses klemmt Cindy-Adriana Speich ihr völlig verdrecktes Handy zwischen Red-Bull-Dose und Baustellenchaos, drückt auf „Aufnehmen“ und fängt an zu reden. Heute folgen ihr dabei über eine Million Menschen.
Womit sie damals nicht gerechnet hat? Kaum greift eine Frau selbst zur Bohrmaschine, scheinen erstaunlich viele Männer Schnappatmung zu bekommen. Seitdem prasseln herablassende Kritik, Hass und eine ganz besondere Sorte Männlichkeit, die sich akut bedroht fühlt, auf Cindy ein.
Nun stellt die Bau-Influencerin ihr brandneues Buch „Ich bau mir 'ne Welt, die Männern nicht gefällt – Eine Frau. Eine Baustelle. Ein brennendes Patriarchat.“ vor. Mit trockenem Humor und klarer Kante erzählt sie von der Sanierung ihres eigenen Hauses und davon, wie Frauen klein gemacht werden, sobald sie sich Raum nehmen – auf der Baustelle, am Familientisch und im ganz normalen Alltag als Mutter. Dabei geht es um Rollenbilder, Sexismus und die Frage, warum es manche Menschen noch immer irritiert, wenn Frauen einfach selbst anpacken.
Cindy macht Mut, sich von Vorurteilen und Gegenwind nicht aufhalten zu lassen, eigene Wege zu gehen und sich den Platz zu nehmen, der einem zusteht. Denn manchmal ist „einfach machen“ das Radikalste, was du tun kannst.