„Außerhalb der Norm: Verfolgung als „Asoziale“ in zwei Diktaturen“ | Fachtag und öffentliche Abendveranstaltung
Die Unrechts- und Gewalterfahrungen von als „asozial“ stigmatisierten, verfolgten und kriminalisierten Menschen im deutschsprachigen Raum ist bis heute wenig beachtet. Vorangetrieben wurde diese Verfolgung von staatlichen Behörden unter jeweils spezifischen ideologischen Vorzeichen im Nationalsozialismus und in der DDR. Erstmalig nehmen sich die Ausstellungen „Die Verleugneten. Opfer des Nationalsozialismus“ (2024) und „Erziehung durch Arbeit. ‚Asoziale‘ als Staatsfeinde in der DDR“ (2026), die zeitgleich in Cottbus zu sehen sind, dieses Themas an.
Auf dem Fachtag werden beide Ausstellungen vorgestellt, Perspektiven von Betroffenen und Angehörigen gehört und Kontinuitäten der Ausgrenzung und Kriminalisierung sowie Unterschiede der Verfolgung diskutiert. Die Fachtagung findet sowohl im Stadtmuseum Cottbus/Chóśebuz (Bahnhofstraße 22, 03046 Cottbus/Chóśebuz als auch im Menschenrechtszentrum Cottbus (Bautzener Straße 140, 03050 Cottbus/Chóśebuz) statt. Beginn ist um 10 Uhr im Stadtmuseum.
Dieser fachliche Austausch richtet sich u. a. an Menschen aus Verwaltung, Polizei, Justiz, der sozialen Arbeit, Bildung, Gesundheit als auch aus Gedenkstätten und der historischen Aufarbeitung.
17 Uhr: Öffentliche Veranstaltung: „Außerhalb der Norm: Verfolgung als „Asoziale“ in zwei Diktaturen“ – Aus der Perspektive von Betroffenen und Angehörigen
im
Menschenrechtszentrum / Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus
Bautzener Straße 140
03050 Cottbus
Kurze Einführung zu beiden Ausstellungen: Oliver Geida und Dr. Eva Fuchslocher/Dr. Michael Schäbitz
Gespräch mit Zeitzeugen und dem Publikum zur Perspektive von Betroffenen und Angehörigen sowie Kontinuitäten der Ausgrenzung und Kriminalisierung, Tim Steinwender (Zeitzeuge, DDR) und Ines Eichmüller (Angehörige und 1. Vorsitzende des Verbands für das Erinnern an die verleugneten Opfer des Nationalsozialismus (VEVON)
Moderation: Susanne Kschenka (LAkD)
Plätze begrenzt, Anmeldung sowohl für den Fachtag als auch für die öffentliche Abendveranstaltung bis zum 5. November erbeten unter: eva.fuchslocher@menschenrechtszentrum-cottbus.de
Eine Veranstaltung in Kooperation von:
Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur, Bundesarchiv/Stasi-Unterlagen-Archiv Frankfurt (Oder), exhibeo e. V., Menschenrechtszentrum Cottbus e. V., Stadtmuseum Cottbus, Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas
Die Tagung und die öffentliche Abendveranstaltung finden im Rahmen der Themenwochen „Lebensentwürfe in Freiheit und Unfreiheit“ der AG Politische Bildung Cottbus statt.
Weitere Informationen:
Weitere Informationen zur Veranstaltung auf der Website der Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus
Mehr zum Programm der Themenwochen "Lebensentwürfe in Freiheit und Unfreiheit" auf der Seite der AG Politische Bildung Cottbus