133. Forster Geschichtsstammtisch
Zeugnisse devastierter Kirchengemeinden im Niederlausitzer Braunkohlerevier.
Die Abbaggerung oder Devastierung vollständiger Ortschaften und die damit einhergehende Zerstörung ganzer Kultur- und Landschaftsräume
zugunsten des Braukohlebergbaus gehört zu den Grundtatsachen der Niederlausitzer Regionalgeschichte des 20. Jahrhunderts.
Auch die christlichen Kirchen sind von dieser Entwicklung betroffen:
Zahlreiche Kirchengemeinden wurden inklusive ihrer über Jahrhunderte gewachsenen Bausubstanz dem Tagebau geopfert. Einzig kirchliche
Archivbestände dokumentieren und erinnern heute noch an Geschichte und Geschehen devastierter Kirchen(-gemeinden) im Niederlausitzer
Braunkohlerevier.
Im Rahmen des Forster Geschichtsstammtisches sollen vier ausgewählte kirchliche Archivalien, die das Leben in vier devastierten Orten während
vier Jahrhunderten dokumentieren, besprochen werden.