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Wohnung behalten: Neue Broschüre bündelt Hilfen für Menschen in Cottbus/Chóśebuz

Wie lässt sich der Verlust der eigenen Wohnung verhindern? Welche Schritte sind bei Mietschulden, einer Kündigung oder einer drohenden Räumung möglich? Und an wen können sich Betroffene in Cottbus/Chóśebuz wenden? Antworten auf diese und weitere Fragen gibt die Broschüre „Wohnung behalten“.

Am vergangenen Mittwoch hat die LIGA der Freien Wohlfahrtspflege – Spitzenverbände im Land Brandenburg – die Broschüre in Cottbus/Chóśebuz übergeben. Als „LIGA vor Ort“ war Markus Adam, Regionalleiter des Caritasverbandes der Diözese Görlitz e. V., bei der Übergabe dabei. Entgegengenommen wurde die Broschüre von Eike Belle, Dezernentin für Soziales, Jugend, Bildung und Kultur, gemeinsam mit Sandra Hofsommer, Leiterin der Fachstelle Wohnhilfen im Fachbereich Soziales der Stadt Cottbus/Chóśebuz.

Die LIGA hat die Informationsbroschüre gemeinsam mit dem Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt (MASGZ) des Landes Brandenburg auf den Weg gebracht. Sie soll Menschen in Wohnungsnotfällen frühzeitig informieren und dazu beitragen, Wohnraum zu erhalten. Die Broschüre erklärt in einfacher Sprache, welche Möglichkeiten bei Mietschulden, Mahnungen, Kündigungen oder einer drohenden Räumung bestehen. Ein besonderer Vorteil: Für alle Landkreise und kreisfreien Städte Brandenburgs wurde eine eigene, regional angepasste Fassung erstellt. Damit enthält die Ausgabe für Cottbus/Chóśebuz neben den allgemeinen Informationen auch konkrete Hinweise auf örtliche Beratungs- und Unterstützungsangebote.

„Wohnungslosigkeit zu verhindern, bevor sie entsteht, ist für uns ein zentraler Ansatz. Je früher Menschen Unterstützung erhalten, desto größer sind die Chancen, den Verlust des eigenen Zuhauses zu verhindern. Die Broschüre ‚Wohnung behalten‘ ist deshalb eine wichtige Ergänzung zu unseren bestehenden Hilfsangeboten: Sie macht Mut, sich frühzeitig Hilfe zu holen, und zeigt verständlich auf, welche Schritte möglich sind“, sagt Eike Belle, Dezernentin für Soziales, Jugend, Bildung und Kultur der Stadt Cottbus/Chóśebuz.

Die Zahlen aus dem ersten Halbjahr 2026 zeigen, wie wichtig eine frühzeitige Unterstützung ist: Der Stadt Cottbus/Chóśebuz wurden bis zur Jahresmitte 152 fristlose Kündigungen bekannt. 65 Räumungsklagen gingen ein, 62 Zwangsräumungen wurden angezeigt. Davon wurden bislang 44 tatsächlich durchgeführt. In lediglich sechs Fällen benötigten die betroffenen Personen nach der Räumung eine Unterbringung durch die Stadt. Die übrigen Menschen hatten bereits eine neue Wohnung gefunden oder waren unbekannt verzogen.

Der Schwerpunkt der städtischen Arbeit liegt dabei auf der Prävention. Ziel ist es, Wohnungslosigkeit und Obdachlosigkeit möglichst gar nicht erst entstehen zu lassen. Die Stadt unterstützt Menschen, denen der Verlust ihrer Wohnung droht, unter anderem über die ‚Fachstelle zur Vermeidung und Behebung von Obdachlosigkeit und vergleichbarer Notlagen‘. Dabei geht es insbesondere darum, frühzeitig zu beraten, geeignete Hilfen zu vermitteln und gemeinsam Lösungen zum Erhalt des Wohnraums zu finden.

Auch für Menschen, die ihre Wohnung bereits verloren haben, stehen in Cottbus/Chóśebuz verschiedene Hilfen zur Verfügung. Neben Notschlafmöglichkeiten werden wohnungslose Menschen, soweit erforderlich und möglich, in Wohnungen oder Wohngemeinschaften untergebracht, die ihnen ganztägig zur Verfügung stehen. Im August 2026 haben bislang 13 Personen die städtischen Notschlafstellen – die Obdachlosenunterkunft und die Notfallzimmer im Haus der Wohnhilfe – genutzt.

Neben der öffentlich-rechtlichen Unterbringung stehen zusätzliche Beratungs- und Unterstützungsangebote für Betroffene zur Verfügung. „Wir wollen möglichst früh ansetzen und gemeinsam mit den Betroffenen Wohnraumverlust vermeiden. Dafür braucht es eine gute Vernetzung der beteiligten Behörden und den Trägern der freien Wohlfahrtspflege und vor allem Informationen, die verständlich sind und die Menschen tatsächlich erreichen. Genau hier setzt die Broschüre an, weil sie auch Beratungsstellen einen sehr guten Überblick verschafft und dadurch Vernetzung fördert“, ergänzt Sandra Hofsommer weiter.

Die Stadt Cottbus/Chóśebuz begrüßt und unterstützt daher das Engagement der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege – Spitzenverbände im Land Brandenburg, das Thema Wohnungsnotfallhilfe mit der Broschüre landesweit sichtbar und für Betroffene praktisch nutzbar zu machen. Die Cottbuser Ausgabe der Broschüre „Wohnung behalten“ ergänzt damit die bestehenden kommunalen Hilfen und Beratungsangebote um einen niedrigschwelligen Wegweiser.
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Entscheidend bleibt: Wer merkt, dass die Miete nicht mehr bezahlt werden kann, eine Kündigung erhalten hat oder eine Räumung droht, sollte möglichst früh Unterstützung suchen und nicht abwarten. Die Broschüre „Wohnung behalten … in Cottbus/Chóśebuz“ steht kostenlos zur Verfügung. Sie enthält neben den allgemeinen Informationen zum Erhalt der Wohnung auch die konkreten Adressen und Anlaufstellen der Wohnungsnotfallhilfe in Cottbus/Chóśebuz.

Link zur Borschüre für Cottbus/Chóśebuz:
https://www.liga-brandenburg.de/Broschuere-Wohnung-behalten-in-Cottbus-1058359.pdf

Ansprechstelle in der Stadt Cottbus/Chóśebuz:
Fachbereich 50 – Soziales
Fachstelle zur Vermeidung von Obdachlosigkeit und vergleichbare Notlagen
Thiemstraße 37
03050 Cottbus
Telefon: 0355 612 4801
E-Mail: fachstelle@cottbus.de

Sandra Hofsommer (Fachbereich Soziales der Stadt Cottbus/Chóśebuz), Markus Adam (Regionalleiter des Caritasverbandes der Diözese Görlitz e. V.), Eike Belle (Dezernentin für Soziales, Jugend, Bildung und Kultur der Stadt Cottbus/Chóśebuz)