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Neuer Aufenthaltsort an der Spree offiziell eröffnet

Mit der offiziellen Eröffnung des neuen Aufenthaltsortes an der Spree am 19. Mai 2026 wurde ein weiterer Bereich der innerstädtischen Spree in Cottbus/Chośebuz sichtbar aufgewertet. Zwischen kleinem Spreewehr und Bahnbrücke ist in den vergangenen Monaten ein neuer öffentlicher Freiraum entstanden, der den Zugang zum Wasser verbessert und zusätzliche Möglichkeiten für Aufenthalt, Begegnung und Freizeit schafft.

Kern der Maßnahme ist eine neue wasserbezogene Aufenthaltsfläche mit Sitzmöglichkeiten direkt an der Spree. Ergänzt wird diese durch eine modern ausgestattete SUP- und Kajak-Ausleihstation, die Bürgerinnen und Bürgern sowie Gästen der Stadt einen unkomplizierten Zugang zum Wasser-sport ermöglicht. Durch die Kombination aus Aufenthaltsqualität und Freizeitnutzung wird die Spree künftig stärker als erlebbarer Bestandteil der Innenstadt wahrgenommen.

Die neu geschaffenen Aufenthaltsbereiche laden zum Verweilen, Entspannen und Begegnen ein. Gleichzeitig stärkt die Maßnahme die Verbindung zwischen Innenstadt, Grünräumen und Wasserraum. Insbesondere in den Sommermonaten entstehen dadurch zusätzliche attraktive Orte für Naherholung und Freizeit direkt im urbanen Umfeld.

Auch aus städtebaulicher Sicht ergeben sich zahlreiche Vorteile. Die stärkere Öffnung zur Spree erhöht die Aufenthaltsqualität entlang des Flusses und trägt dazu bei, bislang wenig genutzte Bereiche der Innenstadt neu zu beleben. Die Maßnahmen schaffen zusätzliche Impulse für Freizeit, Tourismus und eine lebendige Innenstadtentwicklung. Gleichzeitig wird die Spree stärker in das öffentliche Leben eingebunden und als identitätsstiftender Stadtraum erlebbar gemacht.

Die SUP- und Kajak-Ausleihstation wurde bereits in ihrer ersten kurzen Nutzungssaison im Jahr 2025 sehr gut angenommen. Zwischen August und Oktober wurden insgesamt 88 Buchungen mit 129 Nutzerinnen und Nutzern registriert. Besonders gefragt waren die SUP-Boards sowie die 2er-Kajaks. Die hohe Nachfrage bestätigt das Potenzial wasserbezogener Freizeitangebote im innerstädtischen Bereich.

Die Gesamtkosten für Planung, Landschaftsbau, Ausstattung, Ufersicherung und Wiederherstellung des Wasserwanderstegs belaufen sich auf rund 188.000 Euro. Der überwiegende Teil der Finanzierung erfolgte über das Bundesförderprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ (ZIZ) mit einer Förderquote von 90 Prozent.

Hintergrund: Konzeptstudie „Stadt am Fluss“

Die jetzt umgesetzten Maßnahmen gehen auf die Konzeptstudie „Stadt am Fluss“ zurück, in der die Potenziale der Spree im gesamten Stadtgebiet untersucht wurden. Ziel der Studie ist es, die Spree stärker als öffentlichen Aufenthalts-, Freizeit- und Erlebnisraum in die Stadtentwicklung einzubinden.
Ein besonderer Fokus liegt dabei auf dem Bereich rund um das Planetarium und den angrenzenden Planetariumpark. Die Studie beschreibt diesen Ort als besonders qualitätsvollen Grün- und Freiraum mit großem Entwicklungspotenzial. Bereits heute dient der Bereich als wohnortnaher Erholungsraum und verfügt über gute Fuß- und Radwegeverbindungen.

Langfristig sieht die Studie vor, die Zugänglichkeit zur Spree weiter zu verbessern, Sichtbeziehungen zum Wasser freizustellen und zusätzliche Aufenthaltsmöglichkeiten entlang des Ufers zu schaffen. Perspektivisch soll so eine zusammenhängende und lebendige Spreepromenade entstehen, die Natur, Kultur, Bildung und Freizeit miteinander verbindet.

Darüber hinaus zeigt die Studie Potenziale auf, bestehende Gebäude und Nutzungen stärker zur Spree hin auszurichten. Insbesondere Erdgeschosszonen könnten künftig zur Belebung des Uferbereichs beitragen und neue Verbindungen zwischen Stadtgesellschaft und Wasserraum schaffen.

Mit der nun erfolgten Umsetzung eines ersten Aufenthaltsortes an der Spree wurde ein wichtiger Schritt dieser langfristigen Entwicklung bereits sichtbar realisiert.

Neuer Aufenthaltsort an der Spree offiziell eröffnet
Neuer Aufenthaltsort an der Spree offiziell eröffnet