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Millionensummen fließen in Cottbuser Schulen und Kitas

Ferienzeit ist traditionell Bauzeit an Cottbuser Schulen. Dennoch sind Baumaßnahmen an den Einrichtungen ganzjährig von hoher Priorität. So starteten in diesem Jahr 2026 zum Beispiel die bauli-che Erweiterung der Grundschule Dissenchen mit einem Bauvolumen von ca. 6 Millionen Euro sowie die Aufwertung und Erweiterung des Pädagogischen Zentrums für Natur und Umwelt (PZNU) mit einem Finanzvolumen von rd. 2,85 Millionen Euro. Ebenso liegt die Entwurfsplanung für die Sanierung und Erweiterung der Schmellwitzer Oberschule vor, so dass ein Baubeginn im Sommer 2027 erfolgen kann. Die Finanzierung von ca. 10 Millionen Euro ist dabei über die Städte-bauförderung bestätigt. Allein für diese drei Maßnahmen sichert die Stadt Cottbus/Chóśebuz trotz schwieriger Haushaltslage rd. 9 Millionen Euro städtische Eigenmittel.


Weitere Schulprojekte folgen: Aktuell wurden die Planungsleistungen nach EU-weiter Ausschreibung für die Sicherung der Hortplätze an der Sportbetonten Gesamtschule ebenso vergeben wie die ersten Planungsleistungen für die Herrichtung des ehemaligen Schulstandortes in der Gartenstraße/Juliot-Curie-Straße. Zudem ist ein Parasporthallen-Ersatzneubau in Sandow im Bereich der Elisabeth-Wolf-Straße am Standort der Förderschule Spreeschule in der Genehmigungsplanung. Leider wurde der Fördermittelantrag der Stadt Cottbus/Chóśebuz von Januar 2026 im Bundesprogramm der „Sportmilliarde“ nicht berücksichtigt, so dass die bauliche Umsetzung derzeit nicht komplett gesichert ist. Somit kann ein Baubeginn in 2027 noch nicht verbindlich gesichert werden.


Definitiv gesichert ist jedoch die bauliche Fertigstellung der Komplettsanierung der Kita Pfiffikus in Sandow im Sommer 2027, ebenso wie die Fertigstellung einer Spezialsporthalle Trampolin am Standort der Lausitzer Sportschule Ende 2026. Auch diese Vorhaben konnten nur durch Fördermittel der Städtebauförderung „Sozialer Zusammenhalt Sandow“ sowie der Strukturwandelförderung im Bereich Sportinfrastruktur umgesetzt werden.
All diese Vorhaben zeigen, dass die Bauaktivitäten an Cottbuser Schul- und Kitastandorten ganzjährig mit hoher Priorität vorangebracht werden. Eine Vielzahl an Vergaben an Planer, Firmen und Handwerksbetriebe sind ein wichtiger Motor für die regionale und überregionale Bauwirtschaft.


Neben solchen komplexen Modernisierungsvorhaben ist die Bauunterhaltung aller Standorte von großer Bedeutung. Dafür stehen im Haushalt der Stadt Cottbus/Chóśebuz jährlich weitere rd. 3 Millionen Euro für Schulen und Sporthallen sowie weitere rd. 1,4 Millionen Euro für Kita- und Hortstandorte zur Verfügung. So können weitere bis zu 2.000 Einzelaufträge an Firmen und Handwerksbetriebe durch die Stadtverwaltung generiert werden.


Durch die Akquise von Fördermitteln aus verschiedensten Förderprogrammen der EU sowie von Bund und Land werden weitere wichtige Finanzierungsquellen genutzt, um die vielzähligen Projektprioritäten umzusetzen bzw. dem Instandhaltungsrückstau entgegenzuwirken. So ist es z. B. möglich, ab August 2026 die Fenstersanierung auf der Nordseite des Konservatoriums fortzuführen. Von den rd. 500.000 Euro Baukosten werden zwei Drittel über das Bund-Länder-Programm der Städtebauförderung „Lebendige Zentren“ finanziert.


Baumaßnahmen während der Sommerferien


Wie in jedem Jahr nutzt die Stadt Cottbus/Chóśebuz die beginnenden Ferien- und Schließzeiten von Schulen und Kitas für die Durchführung von Baumaßnahmen. Auch in 2026 werden verstärkt Handwerksbetriebe im Einsatz sein, um kleine und mittlere Reparaturen, Instandsetzungen oder Sanierungen durchzuführen. Dabei konzentrieren sich nicht alle Maßnahmen auf den Ferienzeit-raum, da dieser mit 6 Wochen teilweise nicht ausreichend ist. Denn nicht nur der Umfang der Maßnahmen spielt eine Rolle, sondern auch die Verfügbarkeit von Firmen oder z. B. die Abhängig-keiten für Grundreinigungen und schulisch bedingte Vorbereitungszeiten sowie die Einschulungs-termine. Damit schmilzt das Bauzeitenfenster oftmals auf nur rund 4 bis 5 Wochen ab.
Trotzdem werden auch in 2026 die Ferienzeiten, in denen die Schulhäuser leer stehen, genutzt. Das Finanzvolumen beträgt dabei rd. 750.000 Euro. Schwerpunkte sind unter anderem:

  • Christoph-Kolumbus-Grundschule: Schaffung weiterer Teilungsräume inkl. Elektroarbeiten, Malerarbeiten Ausgabeküche, Reparaturen Hauseingangsbereiche
  • Carl-Blechen-Grundschule: Erneuerung Verschattung in einem Klassenraum, Installation Schrammborde
  • Lutki-Grundschule: Malerarbeiten in vier Klassenräumen sowie Umbau des ehemaligen Chemieraums zum Klassenraum
  • Sportbetonte Grundschule: Verbesserung der Akustik im Flurbereich Erdgeschoss sowie Herrichtung der Fallschutzflächen
  • UNESCO-Grundschule Neu-Schmellwitz: Bodenbelagsarbeiten in Klassenräumen, Beseitigung Pflasterabsenkung im Hallenbereich, Trockenbau in Turnhallenumkleiden
  • Hort der Reinhard-Lakomy-Grundschule Groß Gaglow: neues Sonnensegel
  • Bauhausschule: Malerarbeiten in fünf Klassenräumen, Bodenbelags- und Malerarbeiten im Speiseraum, Betonsanierung Außenbereich
  • Paul-Werner-Oberschule: Installation Notfall-Gefahren-Reaktionssysteme sowie Malerarbeiten in vier Klassenräumen
  • Theodor-Fontane-Gesamtschule: Sporthalle, Trockenbau- und Malerarbeiten sowie Aus-tausch WC-Türen
  • Humboldt-Gymnasium: Maler- und Bodenbelagsarbeiten in einem Klassenraum
  • Niedersorbisches Gymnasium: Dachsanierung und Erneuerung Eingangstür Sporthalle, Um-stellung der Heizungsanlage auf Fernwärmeanschluss
  • OSZ Sielower Straße: Bodenbelagsarbeiten und Zaunbau


Zudem finden zeitgleich Baumaßnahmen in Kitas in Höhe von rd. 300.000 Euro statt. Schwerpunk-te sind zum Beispiel die Herrichtung von drei Bädern für die Erweiterung der Kita Siebenpunkt in der Hans-Beimler-Straße als Hortstandort sowie Maler- und Bodenbelagsarbeiten in zwei Grup-penräumen der Kita Montessori in der Greifenhainer Straße. Darüber hinaus werden Wegebau und Fallschutzaustausch in der Kita Kneipp Piraten sowie Reparaturarbeiten im Außenspielbereich an zahlreichen Kitastandorten umgesetzt. Auch Maßnahmen zum Sonnenschutz, wie zum Beispiel ein Sonnensegel für die Kita Frycho Rocha und die Kita Vier Jahreszeiten, befinden sich aktuell in der Vergabe.


Nach den Sommerferien starten ausschreibungsbedingt weitere Maßnahmen, die im laufenden Schulbetrieb integriert werden. Beispielhalft dafür ist die Theodor-Fontane-Gesamtschule: Sie erhält – finanziert über die Städtebauförderung – ein neues Sport- und Ballspielfeld im Außenbereich sowie eine Weitsprung- und Kugelstoßanlage. Die Maßnahme in Höhe von rd. 520.000 Euro soll bis Ende 2026 abgeschlossen sein.

Ohne Fördermittel wird zudem das Glasfensterband der nördlichen Sporthalle in der Gotthold-Schwela-Straße ab September für rd. 160.000 Euro aufgrund von Unfallgefahren erneuert.


Alle benannten Maßnahmen stehen stellvertretend als Schwerpunkte für 2026 und sind nicht ab-schließend. Grundsätzlich wird allen Meldungen der Nutzer und Nutzerinnen zu Havarien, Schäden und notwendigen Instandsetzungsmaßnahmen nachgegangen und auch in schwieriger Haushaltslage nach machbaren Lösungen gesucht. Insgesamt bedarf es trotz allem hoher Investitionssummen zur Behebung des Sanierungsrückstaus bzw. der Erneuerungsbedarfe für eine zeitgemäße und at-traktive Kita- und Schullandschaft. Hier ist die Stadt weiterhin auf Fördermittel auf EU-, Bundes- und Landesebene dringend angewiesen.