Mit einer speziellen Blitzerwoche will die Stadt Cottbus/Chóśebuz zum ausgehenden Schuljahr nochmals auf die Gefahren an Schulwegen sowie im Umfeld von Kindertagesstätten aufmerksam machen.
Geschwindigkeitskontrollen im Straßenverkehr gehören für viele Verkehrsteilnehmer zum Alltag. Sie verfolgen einen klaren Zweck: Menschenleben zu schützen. Besonders im Umfeld von Bildungs- und Betreuungseinrichtungen ist Aufmerksamkeit gefragt. Deshalb führt die Stadt neben den regulären Messungen und den bewährten Maßnahmen zur Schulwegsicherung eine gezielte Kontroll-woche durch – vom 29.06. bis 03.07.2026 speziell vor Kindertagesstätten im Stadtgebiet.
Kontrollen im Bereich von Kindertagesstätten sind von elementarer Bedeutung. Kinder im Kita-Alter verfügen noch nicht über die Fähigkeit, Verkehrssituationen umfassend einzuschätzen. Sie handeln oft spontan, lassen sich leicht ablenken und können Geschwindigkeiten oder Entfernungen von Fahrzeugen nur schwer beurteilen. Und Hand aufs Herz: Wer hat nicht schon einmal kurz aufs Gaspedal gedrückt, weil man zu spät aufgestanden ist, der nächste Termin wartet, die Ampel noch Grün ist oder der Alltag einfach keine Zeit zu lassen scheint? Oft sind es nur wenige Kilometer pro Stunde zu viel – und meist passiert dabei nichts. Doch gerade dort, wo die schwächsten Verkehrsteilnehmer unterwegs sind, können selbst vermeintlich geringe Geschwindigkeitsüberschreitungen schwerwiegende Folgen haben.
Gleichzeitig herrscht insbesondere zu den Bring- und Abholzeiten ein erhöhtes Verkehrsaufkommen vor den Einrichtungen. Zeitdruck, Parkplatzsuche, Wendemanöver sowie das Halten in zweiter Reihe führen immer wieder zu unübersichtlichen und gefährlichen Situationen.
Hinzu kommt, dass Kinder beim Aussteigen aus Fahrzeugen oder beim Betreten der Fahrbahn häufig aufgrund ihrer geringen Körpergröße nur eingeschränkt sichtbar sind. Schon geringe Tempoverstöße können deshalb schwerwiegende Folgen haben. Jeder Meter kürzerer Bremsweg kann in solchen Situationen entscheidend sein.
Manuel Helbig, Fachbereichsleiter Ordnung und Sicherheit: „Mit der Kontrollwoche wollen wir daher nicht nur Verstöße feststellen und sanktionieren, sondern vor allem das Bewusstsein dafür schärfen, dass Kindertagesstätten besonders sensible Schutzräume im Straßenverkehr darstellen. Verkehrssicherheit beginnt nicht erst auf dem Schulweg – sie beginnt bereits vor der Kita. Wer dort aufmerksam, rücksichtsvoll und regelkonform fährt, trägt unmittelbar zum Schutz der schwächsten Verkehrsteilnehmer bei.“
Ziel ist es, gemeinsam mit Eltern, Erzieherinnen und Erziehern sowie allen Verkehrsteilnehmern für mehr Rücksichtnahme und Sicherheit zu sorgen. Denn jedes Kind hat das Recht, seinen Weg zur Kita und nach Hause sicher zurücklegen zu können. Die Durchführung dieser Kontrollwoche ist daher ein wichtiger Schritt, um die Verkehrssicherheit bereits im frühkindlichen Bereich nachhaltig zu stärken und Unfälle möglichst zu verhindern, bevor sie entstehen.