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Sorbisch-Übersetzung via Sotra: Erstübersetzung dauert 1–2 Min. (Limit bei Überlänge)

Simon Peska – Azubi zum Verwaltungsfachangestellten

Hätte man mir früher gesagt, dass ich in der Zukunft in einem Büro sitzen werde, mich durch Aktenberge wühle und dabei sogar etwas wie Spaß haben kann, hätte ich die Person wohl schallend ausgelacht. Ich war immer jemand der sehen musste was er erreicht und macht. Nach der Schule machte ich eine Ausbildung in der Pflege, danach arbeitete ich in der Gastronomie. Irgendwas mit Menschen war schon immer mein Ziel. In der Pflege war ich stolz darauf eine Hilfe für andere zu sein und Menschen in schweren Zeiten zu begleiten und zu helfen. In der Gastronomie machte es einfach nur Spaß die verschiedensten Charaktere kennen zu lernen, meine Arbeit für mich individuell zu gestalten und auch nochmal ganz andere Seiten des Lebens kennen zu lernen. Doch all diese schönen Sachen kamen natürlich auch zu einem Preis den ich selber nicht für immer bereit war zu zahlen.

Daher fing ich an mich umzusehen. Was gibt es in der Umgebung für Möglichkeiten sich weiter zu entwickeln und viel wichtiger, wo kann ich in Blick auf mein zukünftiges Leben tatsächlich mal ankommen.

So führte mein Weg an der Stellenausschreibung der Stadt Cottbus für den Ausbildungsberuf zum Verwaltungsfachangestellten vorbei. 

Verwaltung – stickiges Büro, flackernde Neonlichter, Berge an Akten. So mein Bild von diesem Beruf. Bis ich mich näher damit beschäftigt habe was eine Stadtverwaltung denn ausmacht. Die Vielzahl an Aufgaben und Funktionen, welche von den Angestellten der Stadtverwaltung basierend auf unzähligen Gesetzbüchern und Vorschriften, bearbeitet werden, war auf den ersten Blick erschlagend. Aber mein Interesse war geweckt und wuchs immer weiter. 

Der Ausbildungsstart nach dem Bewerbungsverfahren begann am 01.09.2026 mit einer vielseitigen Einführungswoche, in welcher die Stadtverwaltung erklärt wurde, Leute aus verschieden Bereichen diese vorgestellt haben und man umfangreich zur Arbeit einer Stadtverwaltung aufgeklärt wurde. Zusätzlich besuchte man auch die städtischen Einrichtungen wie die Feuer- und die Rettungswache, das Stadthaus, sowie das Konservatorium und Stadtmuseum  Man hat die neuen Auszubildenden überall sehr herzlich empfangen und man fühlte sich gleich aufgehoben. 

Nach der Woche ging es für jeden Auszubildenden in seine jeweiligen Patenfachbereiche. Für mich war das der Fachbereich 50 – Soziales. Ein Bereich so vielseitig das ich mittlerweile Stunden darüber reden kann, und dennoch gerade mal die Oberfläche angekratzt habe. Zuerst war ich für den Bereich der stationären und ambulanten Pflege zuständig. Dort werden Menschen unterstützt die beispielweise Kosten für Pflegeheime oder Dienste nicht selber tragen können. Danach durfte ich in den Bereich Grundsicherung. Dort werden Menschen die (zum Beispiel durch Krankheit oder Alter) nicht mehr arbeiten können unterstützt. 

Man lernt viele Menschen in den unterschiedlichen Lagen kennen und versucht sein bestes Ihnen zu helfen. Die Erfahrungen die ich hier im Sozialamt machen darf, sind schwer in Worte zu fassen, da kein Tag wirklich dem anderen gleicht. Selbst wenn man denkt man hat die Grundlagen und Richtlinien verstanden, kommt der nächste Bürger mit einem Problem, das individuell erstmal bearbeitet werden muss und es auf genaue Einzelheiten ankommt, sodass man sich im gesamte Team den Kopf zerbricht. Es ist Herausfordernd, aber genau da liegt für mich die meiste Freude. Ich sehe den nächsten 3 Jahren bei der Stadtverwaltung freudig entgegen und bin gespannt was ich noch alles lernen werde.