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Begehung der Lagune zeigt deutlichen Handlungsbedarf bei Barrierefreiheit

Im Rahmen einer gemeinsamen Begehung des Sport- und Freizeitbades Lagune haben Mitglieder des Beirates zusammen mit der Geschäftsführerin Frau Berger den aktuellen Stand der Barrierefreiheit bewertet. Die Ergebnisse machen deutlich: Für eine inklusive Nutzung der Einrichtung sind umfangreiche Verbesserungen erforderlich. Ziel war es, bestehende Barrieren zu identifizieren und konkrete Maßnahmen für eine zukünftige barrierefreie Gestaltung aufzuzeigen.

Zentrale Ergebnisse der Begehung

  • Positiv wurde festgestellt, dass ausreichend Behindertenparkplätze vorhanden sind. Allerdings wird empfohlen, diese teilweise näher an den Haupteingang zu verlegen, um die Erreichbarkeit zu verbessern.
  • Deutlicher Handlungsbedarf besteht insbesondere im Zugangsbereich: Sowohl die Eingangstür als auch die Tür zum Außenbereich sollten automatisiert werden.
  • Im Foyer ist der Gastronomiebereich aktuell nur über eine Stufe erreichbar und somit nicht barrierefrei zugänglich.
  • Die Umkleiden sind grundsätzlich für Menschen mit Behinderung geeignet ausgestattet. Dennoch sollten Haltegriffe erneuert sowie zusätzliche Ausstattungen wie höhenverstellbare Liegen, geeignete Schränke und größere, verschließbare Abfallbehälter ergänzt werden.
  • In der Badelandschaft fehlt es vollständig an Einstiegshilfen für Menschen mit eingeschränkter Mobilität. Weder feste noch mobile Liftsysteme sind vorhanden.
  • Besonders kritisch ist zudem, dass das Wellenbad für Rollstuhlnutzer derzeit nicht eigenständig erreichbar ist, da ein vorhandener Lift seit Jahren außer Betrieb ist.
  • Weitere Barrieren betreffen die Erreichbarkeit einzelner Bereiche: Die zweite Ebene ist ausschließlich über Treppen zugänglich.
  • Auch im Außenbereich – einschließlich Liegewiese, Beachvolleyballanlage und Spielplatz – bestehen erhebliche Einschränkungen für Menschen mit Behinderung. Für das Freizeitbecken im Außenbereich werden zudem dringend Handläufe empfohlen.
  • Die Saunalandschaft ist größtenteils nicht barrierefrei. Insbesondere der Ruhebereich auf der zweiten Ebene ist für Rollstuhlnutzer nicht erreichbar.
  • Zusätzlich fehlen wichtige Orientierungshilfen für blinde und sehbehinderte Menschen. Hier wird angeregt, betroffene Personen aktiv einzubeziehen, um bedarfsgerechte Lösungen zu entwickeln.
  • Ein weiterer gravierender Mangel ist das Fehlen einer barrierefreien Toilette.
  • Auch die Duschen müssen dringend mit Haltestangen, Klappsitzen beziehungsweise Duschrollstühlen sowie Halterungen für Gehhilfen ausgestattet werden.

Fazit
Die Begehung zeigt klar, dass im Zuge der geplanten Sanierung der Lagune umfassende Maßnahmen notwendig sind, um eine echte Barrierefreiheit zu erreichen. Ziel muss es sein, allen Menschen – unabhängig von körperlichen Einschränkungen – eine gleichberechtigte und selbstbestimmte Nutzung des Sport- und Freizeitbades zu ermöglichen.