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Stadtteilrundgang macht gefährliche Wege in Neu-Schmellwitz sichtbar

Vertreterinnen und Vertreter von Bürgerinitiativen, der Beirat für Menschen mit Behinderungen, dem Stadtteilmanagement sowie engagierte Anwohnerinnen und Anwohner haben gestern die Ergebnisse des Stadtteilrundgangs „Kaputte Wege in Neu-Schmellwitz sichtbar machen“ ausgewertet. Die Auswertung des ersten Rundgangs fand am 15. April 2026 statt und hatte das Ziel, Schäden an Gehwegen zu dokumentieren, Gefahrenstellen sichtbar zu machen und konkrete Handlungsbedarfe für mehr Sicherheit und Barrierefreiheit aufzuzeigen.

„Kiez macht Schmelle“ ist eine Initiative, unterstützt vom Bürgerverein Schmellwitz e.V., dem Beirat für Menschen mit Behinderungen sowie das Stadtteilmanagement Neu-Schmellwitz. Gemeinsam wurden zehn besonders problematische Orte im Stadtteil untersucht und bewertet.

Die Dokumentation zeigt Mängel an zahlreichen Wegen und Plätzen. Zu den häufigsten Problemen gehören fehlende oder beschädigte Gehwegplatten, starke Unebenheiten, tiefe Löcher, gefährliche Kanten, überwuchernde Vegetation sowie eine unzureichende Beleuchtung. Mehrere Standorte wurden als „extrem dringend“ sanierungsbedürftig eingestuft.

Besonders betroffen sind Bereiche entlang wichtiger Alltagswege, darunter die Zugänge zu den Kitas Humi Kids und Sonnenblume, die Haltestellen Neue Straße und Neu Schmellwitz, die Willi-Budich-Straße sowie Verbindungen zwischen Wohngebieten und zentralen Einrichtungen des Stadtteils.

Die festgestellten Schäden beeinträchtigen die Sicherheit und Mobilität vieler Menschen. Besonders gefährdet sind Seniorinnen und Senioren, Menschen mit Behinderungen, Personen mit Rollatoren oder Rollstühlen sowie Familien mit Kinderwagen und Kindern auf dem Weg zur Kita oder Schule. Während des Rundgangs berichteten Anwohnerinnen und Anwohner zudem von bereits erfolgten Stürzen und Unfällen.

„Sichere und barrierefreie Wege sind eine Grundvoraussetzung für Teilhabe, Selbstständigkeit und Lebensqualität. Die dokumentierten Schäden zeigen deutlich, dass an vielen Stellen dringender Handlungsbedarf besteht“, waren sich die Teilnehmenden des Auswertungsgesprächs einig.

Die Ergebnisse des Stadtteilrundgangs werden nun an die zuständigen Fachbereiche der Stadt Cottbus weitergeleitet. Ziel ist es, die festgestellten Gefahrenstellen zeitnah zu prüfen und notwendige Sanierungsmaßnahmen zu priorisieren.

Ein weiterer wichtiger Schritt folgt bereits am 9. Juni 2026. Dann werden die Ergebnisse des Projekts im Beirat für Menschen mit Behinderungen vorgestellt und beraten. Der Beirat begrüßt die Initiative ausdrücklich und unterstützt das Vorhaben als aktiver Partner. Aus Sicht des Beirats verdeutlichen die dokumentierten Mängel die Notwendigkeit, Barrierefreiheit und Verkehrssicherheit im öffentlichen Raum stärker in den Fokus kommunaler Planungen zu rücken.

Die Beteiligten hoffen, dass die umfangreiche Dokumentation dazu beiträgt, die Situation in Neu-Schmellwitz nachhaltig zu verbessern und die Wege im Stadtteil für alle Menschen sicherer und besser nutzbar zu machen.