Der Beauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderungen der Stadt Cottbus/Chóśebuz begrüßt die Überlegungen zur Errichtung eines Kreisverkehrs im Bereich Marjana-Domaskojc-Straße / Schmellwitzer Weg.
Der vorgestellte Planungsansatz bietet die Möglichkeit, die Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer zu erhöhen und gleichzeitig die Belange von Fußgängerinnen und Fußgängern stärker in den Mittelpunkt zu rücken. Insbesondere die vorgesehenen Querungsmöglichkeiten sowie die verkehrsberuhigende Wirkung eines Kreisverkehrs können zu einer besseren Übersichtlichkeit und einem höheren Sicherheitsniveau im Straßenraum beitragen. Positiv wird zudem bewertet, dass die Planung die unterschiedlichen Mobilitätsformen berücksichtigt und damit die Voraussetzungen für eine moderne, sichere und barrierefreie Verkehrsraumgestaltung schafft. Die Maßnahme könnte einen wichtigen Beitrag zur selbstständigen Mobilität und gesellschaftlichen Teilhabe von Menschen mit Behinderungen, älteren Menschen sowie Familien mit Kindern leisten.
Besondere Bedeutung kommt dem Standort aufgrund der umliegenden Bildungs-, Freizeit- und Sporteinrichtungen zu. Der Bereich wird täglich von zahlreichen Schülerinnen und Schülern sowie weiteren Nutzergruppen frequentiert. Verbesserungen der Querungssituation und der Verkehrssicherheit kommen daher insbesondere auch schutzbedürftigen Personengruppen zugute.
Bereits im vergangenen Jahr wurde eine Stellungnahme zum barrierefreien Ausbau der ÖPNV-Infrastruktur im Umfeld der Marjana-Domaskojc-Straße abgegeben. Vor diesem Hintergrund wird begrüßt, dass die weitere Entwicklung des Bereiches nun konkreter diskutiert wird. Für die weitere Planung wird davon ausgegangen, dass die geltenden Anforderungen an die Barrierefreiheit sowie die einschlägigen technischen Regelwerke, insbesondere die DIN 18040-3 „Barrierefreies Bauen – Öffentlicher Verkehrs- und Freiraum“, umfassend berücksichtigt werden.
Sollte das Vorhaben weiterverfolgt werden, könnte hier ein beispielgebender Ansatz entstehen, der Verkehrssicherheit, Barrierefreiheit und nachhaltige Mobilität in besonderer Weise miteinander verbindet.